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Aus der Stadt WG-Zimmer sind zum Semesterbeginn heiß begehrt
Hannover Aus der Stadt WG-Zimmer sind zum Semesterbeginn heiß begehrt
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00:23 03.09.2015
„Fast wie ein Einstellungsgespräch“: Christin Bittner (v. li.) bewirbt sich in der Wohngemeinschaft von Jennifer Müller und Lena Hencken am Lindener Markplatz.  Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

„Mehr als 50 Interessenten“ hätten sich innerhalb kürzester Zeit nach Erscheinen der Anzeige gemeldet, sagt Lehramtsstudentin Lena Hencken, die am Lindener Marktplatz wohnt.

Am Montag haben die Auswahlgespräche begonnen - Hencken und ihre Mitbewohnerin Jennifer Müller wissen: Sie werden am Ende die Qual der Wahl haben. Ein Mitbewohner zieht zum Monatswechsel aus, der Mietpreis ist akzeptabel, die Lage erstklassig - und Angebot und Nachfrage werden auch dieses Jahr zu Semesterbeginn wieder deutlich auseinanderliegen.

In wenigen Tagen beginnt das Semester an der Hochschule Hannover (HsH), am 10. Oktober dann das an der Leibniz-Universität. Noch stehen die Zahlen nicht fest, aber wenn wieder so viele Studienplätze neu besetzt werden wie im Vorjahr, dann darf Hannover sich zum Wintersemester auf fast 7000 Erstsemester einstellen - und die meisten von ihnen suchen eine Bleibe. Das Studentenwerk hat gestern in der HAZ angekündigt, erstmals Notlager in den Aufenthaltssälen von drei Wohnheimen einzurichten, um Studierenden ohne feste Bleibe in den ersten Monaten ein provisorisches Dach zu bieten. 1600 Wohnungssuchende hat das Studentenwerk schon jetzt auf der Warteliste - und die freien Zimmer in den Wohnheimen sind alle vergeben.

Angesichts dieser Zahlen wundert es, dass in Internetportalen wie www.wg-gesucht.de fast 16 500 WG-Zimmer angeboten werden. Wer sich durch die Inserate scrollt, merkt aber schnell: Nur die ersten paar Dutzend sind aktuell, beim Rest ist der Großteil inaktuell oder längst vergeben. Entsprechend hoch ist der Andrang.

Ein Student der Lebensmittelwissenschaften etwa, der Zimmer in einer Groß-WG in der Oeltzenstraße (Calenberger Neustadt) anbietet, registriert täglich etwa zehn ernsthafte Bewerber. Die Auswahl falle schwer: „Es muss ja auch passen“, sagt er. Lukas Backhaus, der für seine WG in der Lindener Wittekindstraße einen Mitbewohner sucht, hat innerhalb von zwei Tagen 20 akzeptable Angebote bekommen und jetzt einen Favoriten ausgewählt.

Die 21-jährige Sarah Dreyer fährt eine andere Strategie. Die gebürtige Wuppertalerin hat ihre Wartezeit auf einen Tiermedizin-Studienplatz überbrückt, indem sie eine Ausbildung zur Tierarzthelferin in Süddeutschland absolviert hat. Jetzt will sie zum Studium nach Hannover ziehen und hat Anzeigen in der HAZ geschaltet. „Ich habe 15 Wohnungen angeboten bekommen, von denen zwölf meinen finanziellen Vorstellungen entsprechen. Davon sind etwa sechs in einem so guten Radius um die TiHo, dass ich sie mir angucken will“, sagt sie. Sie hofft, am Donnerstag die Finale Zusage für ihr Studium zu erhalten. „Aber die bekommen dann ja auch 150 andere, und dann geht der Run auf die Wohnungen in TiHo-Nähe los“, sagt sie: „Da wollte ich lieber schneller sein.“

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