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Toepffer bleibt Hannovers CDU-Chef

CDU-Parteitag Toepffer bleibt Hannovers CDU-Chef

Hannovers Christdemokraten setzen auf bewährtes Personal. Beim Parteitag am Dienstagabend in der List ist Dirk Toepffer erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. Für ihn votierten 75 Parteimitglieder, 10 stimmten gegen Toepffer, und es gab zwei Enthaltungen. Eine Zustimmung von rund 90 Prozent.

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Der 51-jährige Dirk Toepffer führt weiterhin den CDU-Stadtverband.

Quelle: (Alexander Körner)

Hannover. Der Landtagsabgeordnete führt Hannovers CDU nun schon seit 15 Jahren. 1530 Mitglieder zählt der Verband, Tendenz leicht steigend. „Wir sind auf dem Weg zu einer modernen Großstadtpartei“, sagt Toepffer. Auch Ratsherr Maximilian Oppelt wird als Stellvertreter bestätigt. Der 30-Jährige bekommt fast 99 Prozent der Stimmen. Oppelt kandidiert zugleich für den Bundestag. Weitere Stellvertreter sind Heiner Hoffmeister und Maria Hesse.

Der Stargast des Abends, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, fehlt wegen Terminschwierigkeiten. Sie wird am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses Rede und Antwort zum Fall des rechtsextremen Oberleutnants Franco A. stehen. "Darauf muss sie sich nach einer Ministerkonferenz in Kopenhagen noch vorbereiten", sagt Toepffer.

Dafür gerät die Rede Toepffers zur Lage der CDU etwas länger. Der 51-Jährige lässt es sich nicht nehmen, ein flammendes Plädoyer für die Verteidigungsministerin zu halten. „Wenn es darum geht, sich vor die Soldaten zu stellen, etwa um bessere Ausrüstung zu erwirken, ist von der Leyen immer zur Stelle", sagt Toepffer. Die Hetze gegen die Ministerin sei "widerlich". Von der Leyen ist durch die Affäre um Franco A. in die Kritik geraten. Ihr hannoverscher Heimatverband scheint aber hinter ihr zu stehen, wie der Applaus nach Toepffers Worten zeigt.

Kein gutes Haar lässt Toepffer am Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP im Rat. Die FDP habe sich derart verbogen, das ihr Rückgrat gebrochen sei. „Die FDP stimmt im Rat für eine neue Verschuldung, und in der Verkehrspolitik ist die Handschrift der Liberalen gar nicht mehr zu erkennen“, wettert Toepffer. Versäumt habe es das Ampel-Bündnis, wichtige Themen anzugehen. So müssten nach Vorstellung der CDU mehr Park + Ride-Plätze geschaffen und mehr Ladestationen für E-Autos gebaut werden.

Auch bei der Sicherheit, ein Lieblingsthema der Christdemokraten, sieht Toepffer Defizite. „Seit den Vorfällen im Canarisweg entpuppt sich die Legende von der sozial befriedeten Stadt als Märchen“, sagt Toepffer. Damit spielt er auf eine Kita in einem Wohnhaus an, deren Außengelände schließen musste, weil Bewohner Müll auf die Spielfläche warfen. Unterm Strich gelte es, das Ampel-Bündnis abzulösen.

Ganz anders stellt sich für den CDU-Mann die Lage in Regionsversammlung dar. Dort bestimmt seit der Kommunalwahl im Herbst 2016 die CDU zusammen mit der SPD die Politik. „Die Dinge sind geordnet“, meint Toepffer.

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