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Kupsch wird Bürgermeisterin für die City

Wahl im Bezirksrat Mitte Kupsch wird Bürgermeisterin für die City

CDU und FDP stellen künftig die Bezirksbürgermeister in Mitte: Neue Bezirksbürgermeisterin ist CDU-Frau Cornelia Kupsch. Sie kam erst per Losverfahren ins Amt. Nach zwei Wahlgängen ergab sich jeweils ein Patt. Stellvertreter wurde FDP-Vertreter Wilfried Engelke - erst im zweiten Wahlgang.

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"Einmütigkeit" heißt das Wandgemälde im Hodlersaal des Neuen Rathauses, aber so einmütig ist die Wahl zum Bezirksbürgermeister in Mitte nicht abgelaufen.

Quelle: Ralf Decker

Hannover. Die Zeit für klare Mehrheiten ist vorbei, auch im Bezirksrat Mitte. Im Entscheidungs-Gremium für Hannovers Innenstadt haben SPD und Grüne nach der Kommunalwahl ihre absolute Mehrheit eingebüßt. So standen sich gestern Abend bei der Wahl zum Bezirksbürgermeister und seines Stellvertreters zwei Blöcke gegenüber – und beiden fehlte eine Stimme zur absoluten Mehrheit: Rot-Grün auf der einen Seite, sowie eine bunte Seilschaft aus CDU, Linken und FDP auf der anderen.

Nach zwei Wahlgängen hatten Kupsch und Sandow jeweils neun Stimmen bekommen, ein Patt. Beim ersten Wahlgang gab es eine Enthaltung, beim zweiten eine ungültige Stimme. Am Ende musste das Los entscheiden, und Kupsch  hatte Glück. "Ich nehme das Los an", sagte sie augenzwinkernd. Sie freue sich auf eine Wahlperiode ohne feste Koalitionsverträge im Bezirksrat.

Ursprünglich hatte Rot-Grün die beiden Vertreter der Linksfraktion für sich gewinnen wollen, um die Wahl abzusichern. Doch nach Informationen der HAZ fühlte sich die Linke bei der Kandidatenaufstellung übergangen. Am Ende reichte es nicht für ein rot-rot-grünes Bündnis.

Für die Wahl zum Stellvertreter für Kupsch schickte die SPD erneut Sandow ins Rennen. Die Grünen schlugen Bezirksrats-Neuling Julia Stock vor. Als Stellvertreter kandidierte auch FDP-Mann Wilfried Engelke. Der erste Wahlgang scheiterte, weil keiner der drei Kandidaten eine absolute Mehrheit errang. Für Sandow stimmten acht Mitglieder des Bezirksrats, für Engelke sieben und für Stock vier.

Im zweiten Versuch zogen die Grünen ihre Kandidatin zurück, sodass Sandow gegen Engelke antrat. Elf Stimmen errang der FDP-Kandidat, sieben bekam Sandow, eine Stimme war ungültig. Damit ist Engelke stellvertretender Bezirksbürgermeister.

Eigentlich hatten einige Bezirksratsmitglieder Engelke sogar für den Bürgermeister-Posten vorschlagen wollendoch er winkte ab. „Das wäre mir zu viel geworden, weil ich noch Fraktionschef der FDP im Rat bin“, sagte Engelke.

Im Bezirksrat Mitte wird es künftig kein festes Bündnis geben, sondern wechselnde Mehrheiten. „Wir werden uns häufiger mit allen Fraktionen abstimmen und gemeinsame Anträge schreiben“, sagt Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl.

Los entscheidet auch in Ricklingen: Im Bezirk Ricklingen ist kürzlich Andreas Markuth (SPD) zum Bezirksbürgermeister gewählt worden. Über seinen Stellvertreter hat nicht eine Wahl, sondern das Los entschieden. CDU-Kandidat Frank Kumm und Grünen-Vertreter Michael Dette traten gegeneinander an. Beide gewannen in zwei Wahlgängen jeweils 10 Stimmen. Beide Male gab es eine ungültige Stimme. Mit Kopfschütteln quittierten die Bezirksratsmitglieder die Ergebnisse. Als das Los gezogen wurde, hatte Dette mehr Glück. Das dürfte ärgerlich für die Christdemokraten sein. Sie sind zweitstärkste Fraktion im Bezirksrat Ricklingen, die Grünen haben nur zwei Mandate.

Von Andreas Schinkel

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