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Hier kämpfen die Parteien um die letzten Stimmen

Wahlkampf-Endspurt in der City Hier kämpfen die Parteien um die letzten Stimmen

Eine Woche vor der Bundestagswahl versuchen die Parteien am Sonnabend, möglichst viele Wähler in Hannovers City zu überzeugen. Mehrere Stände haben SPD, CDU, Grüne, FDP und AfD in der Innenstadt aufgebaut. 

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Wahlkampf in der City: Die Liberalen verteilen gelbe Rosen.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Eine Woche vor der Bundestagswahl versuchen die Parteien am  Sonnabend, möglichst viele Wähler in Hannovers City zu überzeugen. Mehrere Stände haben SPD, CDU, Grüne, FDP und AfD in der Innenstadt aufgebaut. Die Linke ist nicht vertreten.
Den mit Abstand größten Stand hat die SPD auf dem Kröpcke errichtet. Hohe Bartische laden zum Gespräch ein, auf einer riesigen Stadtkarte, am Boden ausgerollt, laufen Standbesucher umher und suchen ihre Wohnstrassen. Ein lebensgroßer Martin Schulz aus Pappe begrüßt die Wähler. Daneben steht Andreas Hammerschmidt vom SPD-Stadtverband und hält ein Bündel roter Luftballons in der Hand. "Schulz ist immer dabei", sagt er grinsend. Heute wolle man mit den Menschen über das Thema Behindertenförderung sprechen. Dazu präsentieren die Genossen auf einem Tisch die Porträts erfolgreicher Persönlichkeiten mit Behinderung, etwa den Sänger Thomas Quasthoff und den Schauspieler Peter Dinklage. "Wir sind natürlich auch offen für alle anderen Themen ", sagt Hammerschmidt.

Mit Rosen oder Sonnenblumen, Keksen und Flugblättern präsentieren sich SPD, CDU, die Grünen, Linke, FDP und AfD am Sonnabend in der Innenstadt.

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CDU verteilt Kekse

Der Stand der CDU ein paar Schritte weiter auf der anderen Seite des Kröpcke fällt deutlich bescheidener aus. Ein Zeltfach, ein paar Tische und jede Menge Kekse. Etliche Menschen drängen sich um die Tische, manche wirken sehr erregt. "Ich wette 300 Euro, dass Merkel wieder Kanzlerin wird", sagt ein älterer Herr mit blauem Jackett. Angelika Jagemann, CDU-Frau aus dem Bezirksrat Nord, will dem nicht widersprechen. Die Kandidaten Ursula von der Leyen und Jesse Jeng haben am Sonntag zudem noch Wahlkampf in der Südstadt gemacht.

Bundestagskandidatin Ursula von der Leyen hat am Wochenende vor der Bundestagswahl in der Südstadt von Hannover Wahlkampf gemacht.

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Die Grünen klären auf

"Viele Unentschlossene kommen jetzt zu uns und wollen sich informieren", sagt Belit Onay, Landtagsabgeordneter der Grünen, an seinem Stand auf dem Platz der Weltausstellung. Manche wollten wissen, ob sie ihre Stimme an die Opposition verschenken, wenn sie die Grünen wählen. "Wir können über eine Koalition mit allen demokratischen Parteien reden", sagt Onay. Die AfD schließt er aus. Eine ältere Dame kommt vorbei und betrachtet das Bund Sonnenblumen am Stand. "Blumenwiesen finde ich auch schön", sagt sie.

Am 22. September ist Bundestagswahl. Doch wen wählen? Wir geben einen Überblick über die Kandidaten, die in den Wahlkreisen 41 (Hannover Stadt I) und 42 (Hannover Stadt II) gewählt werden können.

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FDP verschenkt Rosen

Gleich gegenüber setzen die Liberalen ebenfalls auf florale Attraktionen. Spitzenkandidatin Ulla Ihnen verteilt gelbe Rosen. Eine junge Frau, die bereits eine Sonnenblume vom Grünen-Stand ergattert hat, schlendert vorbei. "Dazu gebe ich Ihnen noch eine Rose", sagt Ihnen. Ein Mann will wissen, wie die Kernbotschaft der FDP lautet. Ihnen drückt ihm eine Broschüre mit dem Titel "Denken wir neu" in die Hand.

AfD mit Standort unzufrieden

Die AfD ist ein bisschen verärgert. Sie darf ihre Tische nicht wie üblich auf dem Kröpcke aufbauen, sondern muss auf die Schillerstrasse/Ecke Große Packhofstrasse ausweichen, direkt vor einem Erotikgeschäft. Auch dieses wirbt mit speziellen Angeboten zur Wahl. "Die Besucherfrequenz ist hier deutlich geringer", sagt AfD-Bundestagskandidat Jörn König. Dennoch gehe er mit viel Zuversicht in die Wahl.

Linke verteilen Flugblätter

Linken-Ratsherr Dirk Machentanz verteilt Flugblätter auf dem Kröpcke, aber er wirbt nicht für seine Partei, sondern für die Initiative "Reichtum umverteilen". "Den Hartz-IV-Satz auf 560 Euro erhöhen, das ist auch unsere Forderung ", sagt Machentanz. Auf einen eigenen Stand in der City hat die Linke verzichtet. "Wir konzentrieren uns auf Linden", sagt Machentanz.

Hinter der Flugblätter-Aktion steckt die Landesarmutskonferenz, die vom Land Niedersachsen gefördert wird. "Wir sind überparteilich", sagt  Initiator Klaus-Dieter Gleitze. Er fordert die Einkaufsbummler auf, bei einem Quiz mitzumachen. "Gibt auch echtes Geld zu gewinnen ", sagt er und wedelt mit einem Fünf-Euro-Schein. Man müsse nur eine Frage beantworten: Wie viele Vermögensmillionäre gibt es in Deutschland? Gemeint sind diejenigen, deren Geld nicht in Immobilien steckt, sondern liquide ist. Am Ende liegen alle Vorschläge weit unter der von Gleitze genannten Zahl. 1,2 Millionen Millionäre sollen es sein.

Von Andreas Schinkel

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