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Das Berliner Schloss kommt an die Leine

Ausstellung Das Berliner Schloss kommt an die Leine

Eine Wanderausstellung in der Filiale der Deutschen Bank am Georgsplatz zeigt seit Montagabend die Geschichte des Stadtschlosses Berlin, in der es einige Bezüge auch zu den hannoverschen Welfen gibt. Die Initiatoren werben um Spenden – aber die Ausstellung ist bis Ende Oktober ohne Eintritt zu besichtigen.

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Zeigen Schlossgeschichte: Filialleiter Hobusch und Stiftungssprecher Wolter.

Quelle: Kutter

Hannover. Hannovers rekonstruierte Sommerresidenz ist fertig – aber auch in Berlin wächst jetzt sichtbar das ungleich größere Schlossprojekt heran. Bis 2018 soll das Stadtschloss mit dem Humboldtforum in Berlin-Mitte fertig sein. Eine Wanderausstellung in der Filiale der Deutschen Bank am Georgsplatz zeigt seit Montagabend die Geschichte des Schlosses, in der es einige Bezüge auch zu den hannoverschen Welfen gibt. Die Initiatoren werben um Spenden – aber die Ausstellung ist bis Ende Oktober ohne Eintritt zu besichtigen.

Für Filialchef Michael Hobusch war es fast ein Heimspiel – er ist gebürtiger Berliner und konnte die Gäste im „wohl schönsten Bankhaus Hannovers“ begrüßen. Der Prachtbau von 1900 ist passendes Ambiente für die Ausstellung über ein Schloss, das den Krieg zwar mit schweren Schäden überstanden hatte, danach aber gezielt gesprengt wurde. Er wird jetzt mit Baukosten von 590 Millionen Euro wieder aufgebaut – teils modern, überwiegend aber in historischem Kleid. Wilhelm von Boddien, umtriebiger Werber für den Förderverein Berliner Schloss, berichtete gestern, dass schon mehr als 50 Millionen Euro an Spenden eingesammelt wurden. Insgesamt sollen 80 Millionen Euro Spendengeld die bereits begonnene Rekonstruktion der Fassaden finanzieren, weitere 25,5 Millionen Euro sollen für „weitere baulich wünschenswerte Optionen“ gesammelt werden, etwa die Komplettrekonstruktion der markanten Kuppel oder die originalgetreue Wiederherstellung von Portalen an der Mittelpassage des Großbaus.

Unter anderem wird das Projekt von den „Freunden des Berliner Schlosses in Hannover“ unterstützt, Leiter Marc Pieweck war gestern zugegen. Auch bei der Stiftung Berliner Schloss ist man zuversichtlich, das gesteckte Ziel zu erreichen. „Seit gebaut wird und die Menschen sehen, dass etwas entsteht, fällt auch das Spenden leichter“, sagt Sprecher Bernhard Wolter.

Auch wenn es um ein Preußenschloss geht, zeigt die Ausstellung ein historisches Bild, das die Herzen von Welfenfreunden erfreuen dürfte. Es stammt von 1913, dem Jahr, in dem der Adel „Europas letztes großes Rendevous“ vor dem Ersten Weltkrieg feierte: Kaisertochter Victoria Luise ehelichte den Welfenprinzen Ernst-August, das Foto zeigt die Kutschenvorfahrt vor dem Stadtschloss. Viele andere Bilder hingegen zeugen von der Zerstörung, aber erste auch vom Wiederaufbau des barocken Prunkschlosses.

  • Die Ausstellung ist bis Ende Oktober zu den üblichen Geschäftszeiten der Deutschen Bank am Georgsplatz kostenlos zu besichtigen.     
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