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Aus der Stadt Wann ziehen die Orang-Utans um?
Hannover Aus der Stadt Wann ziehen die Orang-Utans um?
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00:17 19.06.2016
Von Bärbel Hilbig
Auch Orang-Utan-Männchen Kajan muss Hannover verlassen. Quelle: Zoo
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Hannover

Die großen Menschenaffen sollen Hannover verlassen, weil die Haltungsbedingungen im Urwaldhaus und vor allem in der Freiluftanlage nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen. Für den 26 Jahre alten Kajan und die gleichaltrige Zora stehen die Affenexperten aus Hannover jetzt in Kontakt mit einem Zoo in den USA. Der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Sumatra-Orang-Utans habe die Einrichtung empfohlen, heißt es im Zoo. Auch für das 20-jährige Männchen Jambi liefen Gespräche mit verschiedenen zoologischen Gärten. „Sobald wir Näheres sagen können, geben wir natürlich Bescheid, damit sich die Zoobesucher in aller Ruhe von den dreien verabschieden können“, verspricht Zoo-Sprecherin Simone Hagenmeyer.

Sensation im Zoo Hannover: Erstes Orang-Utan-Baby im Tierpark seit 31 Jahren geboren.

Der Zoo ist bereits seit 2008 auf der Suche nach einer Bleibe für die Orang-Utans. Allmählich wird eine Entscheidung notwendig, denn im Herbst beginnen die Arbeiten am Außengelände des Urwaldhauses. Dort entsteht angrenzend an das Schimpansengelände eine neue Anlage namens „Afi Mountain“ für die bedrohten Drills sowie Meerkatzen. Für 2017 ist der Umbau des Urwaldhauses geplant. Spätestens dann müssten die Orang-Utans umgezogen sein.

Zoo-Besucher hatten kürzlich beobachtet, dass Pfleger die Tiere regelmäßig ans Gitter locken, und hatten dies als Vorbereitung für die Abreise der Tiere gedeutet. Mit einem Umzug stehe das Training aber nicht in Zusammenhang, betont die Zoo-Sprecherin: „Die Pfleger trainieren die Affen, damit sie sich etwas länger am Gitter aufhalten und ein Tierarzt sie ansehen kann.“

2013 hatte der Zoo auf Empfehlung des EEP geprüft, ob Orang-Utan-Männchen Kajan ins russische Kaliningrad umzieht. Tierschützer hatten den Plan wegen der schlechten Haltungsbedingungen in russischen Zoos heftig kritisiert. Kaliningrad hatte damals gerade eine neue Orang-Utan-Anlage gebaut, die den Zoo Hannover aber nicht zufriedenstellte. Seitdem ist dieser Vorschlag vom Tisch.

„Wir würden später gerne wieder Orang-Utans halten, dann aber in einer richtig schönen, großen Halle“, sagt Hagenmeyer. Der Masterplan des Zoos sieht für die Zeit nach 2025 eine Asienhalle mit weitläufigem Außengelände für Orang-Utans, Gibbons, Zwergotter sowie Sunda-Gaviale, eine stark bedrohte asiatische Krokodilart, Fische und Vögel vor. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht gesichert.

Die Macher vom Kulturzentrum Pavillon sind verärgert. Sie fürchten, dass ihnen durch den 15-stöckigen Neubau auf dem Andreas-Hermes-Platz Raum für Freiluftveranstaltungen genommen wird. Ebenfalls spielt der Schattenwurf des neuen Hochhauses eine wichtige Rolle.

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