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Aus der Stadt Warum Pony Moritz mit der Stadtbahn fuhr
Hannover Aus der Stadt Warum Pony Moritz mit der Stadtbahn fuhr
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00:30 26.09.2015
Drei Mädchen vom Reiterverein Kronsberg sind mit dem Pony unterwegs gewesen. Quelle: privat
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Hannover

Es hat geregnet am vergangenen Sonnabend in Laatzen. Letztlich liegt in diesem Umstand die Ursache für das, was vier jungen Frauen mittlerweile wie ein mittelgroßer Medienhype vorkommt.  
Es war nämlich so, dass die 17- bis 19-jährigen Damen mit Pony Moritz in der Laatzener Masch spazieren waren.

Alle weiteren Hinweise auf die Identitäten der handelnden Personen verbieten sich, auch wenn sie alle nichts wirklich schlimm Verbotenes getan haben. Bestenfalls einen Verstoß gegen die allgemeinen Beförderungsbestimmungen für den öffentlichen Nahverkehr hat Moritz begangen, als er nämlich eine Station weit mit der Stadtbahn der Linie 2 fuhr. „Wir wollten nicht nass werden, es war eine spontane Idee“, sagt eine der Vier. Und ein Schwarzfahrer sei Moritz auch nicht: „Der ist auf meine Karte mitgefahren.“

Allerdings führte die Fahrt nur eine Station weit, von der Station Ginsterweg bis zum Neuen Schlag. „Die Leute fanden das lustig“, sagt die junge Pferdeführerin. Dann aber sei der Fahrer gekommen und habe gesagt: „Ponys in dieser Größe befördern wir nicht.“

Fahrt endete nach einer Station

Augenzeugin Sondra Rische aus dem Laatzener Ortsteil Ingeln-Oesselse sah das mit einigem Bedauern: „Nach nur einer Station kam der Fahrer und hat die Mädchen und das Pony rausgeschmissen“, erzählt Rische.

Dennoch hat der Stadtbahnchauffeur ganz im Geiste der allgemeinen Beförderungsbestimmungen für den öffentlichen Nahverkehr gehandelt. Dort steht: Katzen fahren umsonst (sofern sie in einer Transportbox befördert werden), für Hunde ist ein Kinderticket zu lösen. Kommt jemand mit noch größeren Tieren, liegt es im Ermessen des Fahrers, ob er beide zusteigen lässt.

Bei Pferden, auch wenn sie durch die Tür passen, ist die Regel klar: Transport ausgeschlossen – schon deshalb, weil die Möglichkeit besteht, dass sie den Innenraum der Bahnen veräppeln.

Leser mit gutem Gedächtnis werden einwenden, dass die Üstra Anfang vergangenen Jahres sogar eine herrenlose Kuh in einer Bahn mitfahren ließ. Das stimmt zwar, allerdings war das Tier aus Plastik und war deshalb laut Bestimmung nicht als Beförderungsfall einzustufen, sondern als Fundsache.

se/fx

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