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Warum das Tiefbauamt Hennigs Garage blockiert

Bordsteinabsenkung Warum das Tiefbauamt Hennigs Garage blockiert

Amtsposse: Eine Garagenzufahrt in Wülferode ist seit drei Monaten blockiert, weil das Tiefbauamt auf ein Schriftstück wartet, das ihm längst vorliegt. An der Stelle soll der Bordstein abgesenkt werden - eigentlicht eine Arbeit von zwei Tagen.

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Sechs Ansprechpartner, keine Lösung: Kaj-Arne Henning hat die Steine für den Bau einer Garage bereits besorgt, aber die Zufahrt ist durch die städtische Baustelle versperrt.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Das Absenken eines Bordsteins ist üblicherweise innerhalb von zwei Tagen erledigt. Beim Grundstück von Kaj-Arne Hennig in Wülferode sind die Bauarbeiten nach drei Monaten noch nicht beendet. Die rund 20 Meter lange Baustelle vor seinem Haus blockiert den Verkehr. „Die Bauern kommen mit ihren Erntemaschinen nur durch, wenn Anwohner vorher ihre Autos umparken“, sagt Hennig. Die Landwirte seien schon sehr verärgert. Auch müsse er jetzt die Steine zum Bau seiner Garage über die Baustelle heben.

Der Grund für die Verzögerung liegt nicht in technischen, sondern in bürokratischen Schwierigkeiten. Die Stadtverwaltung wartet seit Wochen auf einen zusätzlichen Bauantrag Hennigs, doch der sagt: „Den Antrag haben wir längst gestellt.“

Bauern werden ausgebremst

Hintergrund der kuriosen Bauverzögerung ist ein Streit über die Länge der Bordsteinabsenkung. Hennig hatte beim Tiefbauamt beantragt, dass der Bordstein vor seinem Grundstück in der Kirchbichler Straße auf einer Länge von fünf Metern abgeschliffen werden soll. Damit sollte nicht nur die Zufahrt zu seiner Garage, sondern auch zu einem Stellplatz erleichtert werden. Die Stadt aber wollte nur auf einer Länge von vier Metern absenken. Schreiben gingen in der Sache hin und her, das Verfahren stockte.

„Drei Monate später fängt das Amt ohne jede Ankündigung an zu bauen“, erzählt Hennig. Da habe er mit seiner Familie in den Urlaub fahren wollen. Im persönlichen Gespräch mit dem Bauleiter sei dann kurzfristig ein abgeflachter Bordstein über viereinhalb Meter vereinbart worden. „Als wir zurückkehrten, war die Baustelle immer noch da, und es tat sich nichts“, erzählt er.

Sechs verschiedene Ansprechpartner

Das ist jetzt drei Monate her. Seitdem sind erneut mehrere Schreiben zwischen Bauamt und Hennig hin- und hergegangen, bisher ohne Erfolg. „Insgesamt hatten wir mit sechs verschiedenen Ansprechpartnern zu tun“, sagt Hennig.

Kurios ist nun, dass das Bauamt auf HAZ-Anfrage nichts unternehmen will, bevor Hennig nicht einen neuen Antrag auf Bordsteinabsenkung einreicht - über fünf Meter.

Amt wartet auf neuen Antrag

Der Vorgang stellt sich aus Sicht der Verwaltung so dar: Ursprünglich habe das Bauamt eine „genehmigte Überfahrt in vier Meter Breite“ einrichten wollen. Doch der Grundstückseigentümer habe sich an die Bauarbeiter mit der Bitte gewandt, den Bordstein auf einer Länge von fünf Metern abzusenken. Daher seien die Arbeiten unterbrochen worden. „Herr Henning hat bis heute, trotz mehrfacher Aufforderung seitens des Tiefbauamts, keinen zusätzlichen Antrag vorgelegt“, sagt Stadtsprecherin Michaela Steigerwald. Die Erklärung der Stadtverwaltung versetzt Hennig in Erstaunen. „Wir haben von Anfang an fünf Meter beantragt, aber das Tiefbauamt hat ohne Erklärung einen Bescheid über vier Meter Absenkung erteilt.“

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