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Warum dieser Mann 15-mal „Star Wars“ gesehen hat

Kinofan Warum dieser Mann 15-mal „Star Wars“ gesehen hat

Filmfreak Dennis Hannemann ist Stammgast im Cinemaxx in Hannover. 15-mal hat er den neuen „Star Wars“-Film bereits gesehen - in nur 15 Tagen. Fragt sich nur: Warum macht man sowas?

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An 15 Tagen hintereinander hat Dennis Hannemann „Episode VII“ im Cinemaxx gesehen.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Okay, so nach dem siebten Mal sei es schon hart geworden, sagt Dennis Hannemann. Nachdem er eine Woche lang jeden Tag den neuen „Star Wars“-Film „Das Erwachen der Macht“ gesehen hatte, war der 37-Jährige etwas erschöpft. Doch das war nur ein Zwischentief: So ab dem elften, zwölften Mal packte ihn die Saga wieder richtig. An 15 Tagen hintereinander hat Hannemann „Episode VII“ im Cinemaxx gesehen, und auf den Blockbuster lässt er nichts kommen: „Die Geschichte ist super, einfach der Oberhammer. Es gibt da keinen schwachen Moment, und der Zuschauer erlebt eine unglaubliche Achterbahn der Gefühle.“ Ihm seien, als er Harrison Ford als Han Solo wiedergesehen habe, die Tränen heruntergelaufen. Zumindest bei den ersten sechs Vorstellungen.

Hannemann bezeichnet sich selbst als Kinojunkie. Im Fachjargon von Cinemaxx-Theaterleiter Thilo Pickartz ist er ein „heavy user“. Als solcher fiel der Großburgwedeler bereits im Herbst auf. Hannemann hatte an einer Aktion zum 25-jährigen Bestehen der Kinokette teilgenommen. Mit einem Sonderticket im Wert von 25 Euro, das 25 Tage lang gültig war, besucht er 57 Vorstellungen - obwohl er zwischendurch noch eine Woche im Urlaub war. „Das war Rekord in Deutschland“, sagt Theaterleiter Pickartz.

 „Deutschlands größter Kinofan“ 

Als Belohnung bekam „Deutschlands größter Kinofan“ (Pickartz) eine VIP-Karte fürs Cinemaxx am Raschplatz: Vom 9. November bis zum 31. Dezember konnte er so oft in das Kino gehen, wie er wollte und schaffte. Hannemann brachte es auf insgesamt 84 Kinobesuche. Neben 15-mal „Star Wars“ sah er zum Beispiel dreimal „Der kleine Prinz“, zweimal „Die Peanuts“ und zweimal „Ich bin dann mal weg“.

So ein Mammutprogramm will akribisch geplant werden. Der gebürtige Buxtehuder hat einen Stundenplan erstellt, um möglichst viel sehen zu können - „das alles war straff durchgeplant“. Jetzt hat er seine Tickets zur Erinnerung in Bilderrahmen arrangiert und die 15 „Star Wars“-Billets auf Pappe aufgeklebt. Begeistert erzählt er davon, wie er und andere Kinofans jahrelang auf die neue „Star Wars“-Folge gewartet haben, wie berührend es war, Carrie Fisher als Leia wieder auf der Leinwand zu sehen. Über sein Privatleben hingegen mag er nicht viel sagen: Er habe einen 450-Euro-Job, könne wegen Dauerschmerzen in der Schulter keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen.

Dazu hätte er in den vergangenen Monaten sowieso keine Zeit gehabt. In Sachen Kinobesuch hat Hannemann schließlich beträchtlichen Ehrgeiz entwickelt. Im Herbst befand er sich in der „Fuck ju Göhte 2“-Phase: Zwölfmal stand die Komödie mit Elyas M’Barek auf seinem Stundenplan - an einem Tag gleich in vier Vorstellungen hintereinander. Diese Serie wollte er jetzt übertreffen und kam auf seine „Star Wars“-Idee. Warum das alles? Das kann der schlanke Mann nicht erklären, irgendwie habe er das gut gefunden. Aber man kennt das ja von sich selbst: Wenn es um große Obsessionen - oder auch spleenige Ideen - geht, fehlen einem schon mal die passenden Worte.

Dennis Hannemann jedenfalls ist, seit er als Junge bei seinem ersten Kinobesuch „E.T. - Der Außerirdische“ gesehen hat, begeisterter Kinogänger. Filme im Fernsehen oder Serien auf dem Rechner zu sehen, sei einfach nicht sein Ding. Es soll schon die große Leinwand sein - „und je leerer das Kino ist, desto besser.“ Als er vor ein paar Wochen im Kinosaal 1 (589 Plätze) als einziger Besucher in der 13.40-Uhr-Vorstellung „Heidi“ gesehen hat, fand er das nicht einsam, sondern toll.

Das Cinemaxx sei in den vergangenen Monaten zu seiner Homebase geworden, sagt Dennis Hannemann. „Hier fühle ich mich zu Hause.“ Das glaubt man ihm sofort. Ein Zuhause gibt einem das Gefühl von Zugehörigkeit und Aufgehobensein. Und vielleicht ist es gar nicht entscheidend, ob gerade „Star Wars“ oder „Ich bin dann mal weg“ auf dem Programm steht.

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