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Aus der Stadt Warum werden in der Eilenriede Bäume gefällt?
Hannover Aus der Stadt Warum werden in der Eilenriede Bäume gefällt?
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20:14 20.02.2017
Von Bernd Haase
Eine Menge Holz: Am Schützenplatz mussten 26 kanadische Pappeln gefällt werden.  Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die Hannoveraner schätzen die Bäume in ihrer Stadt sehr. Wenn die Förster und Waldarbeiter im Winter zur Säge greifen und ihre Arbeit deutlich sichtbare Spuren in der mangels Laub lichten Eilenriede oder an anderen Stellen hinterlässt, fragen sich Spaziergänger und Anrainer, ob das wirklich sein muss. Die Antwort der Stadt ist immer gleich: „Ja, es muss sein.“ Denn die Fällungen, die für Städter martialisch aussehen, laufen nach Regeln, die der Rat mit dem sogenannten Forstbetriebswerk festgelegt hat. Es ist noch bis zum Jahr 2022 gültig.

In jedem Jahr gibt es lokale Schwerpunkte, an denen die Wälder Bäume lassen müssen. Derzeit sind es nach Plänen der Revierleiter Parzellen in der Eilenriede nahe der Petrikirche, in Bischofshol und weiter nördlich beim Lister Turm sowie in der Nähe der Walderseestraße und der Kleestraße. Außerdem wurde am Kronsberg, in Marienwerder und im Mecklenheider Forst geholzt. Und schließlich hat die Stadt am Rand des Schützenplatzes 26 kanadische Pappeln fällen lassen. „Sie waren wegen Hohlräumen im Stamm und starken Mistelbewuchses nicht mehr dauerhaft standsicher“, teilt Sprecher Dennis Dix mit.

Will die Stadt das Holz verkaufen?

Ein stets gehegter Verdacht unter den Baumfreunden besagt, dass starke Eichen und Buchen den Sägen zum Opfer fallen, weil die Stadt das hochwertige Holz zu lukrativen Preisen verkaufen will. Genau das war bis vor fünf Jahren auch üblich, aber inzwischen verbietet das Forstbetriebswerk diese Praxis fast komplett. „Es gibt keine Fällungen aus rein monetären Gründen“, betont Stadtsprecher Dennis Dix. Einzige Ausnahme sind jährlich sieben Bäume, die von Auszubildenden umgelegt werden dürfen. Der Nachwuchs soll lernen, wie man so etwas sachgerecht macht.

Das Thema hatte vor einigen Jahren zu einem handfesten Streit zwischen dem Eilenriedebeirat und dem damaligen Umweltdezernenten Hans Mönninghoff geführt. Der Beirat verlangte, über jegliche Fällung vorab informiert zu werden. Das lehnte Mönninghoff ab, weil es nicht zuletzt um Verkehrssicherheit geht, für die die Stadt verantwortlich ist. Wenn Bäume an Straßen oder Spazierwegen zu kippen drohen, wenn Totholz Fußgänger gefährdet, schreiten die Waldarbeiter ein. Außerdem pochen die Förster auf die klassische Durchforstung: „Stehen insbesondere Eichen zu eng, müssen welche weichen, um den anderen mehr Licht zu geben“, erklärt Dix.

Nachhaltiges Forsten

An manchen Stellen bleibt der Wald ohnehin sich selbst überlassen. Es gibt Altholzparzellen, in denen Bäume unbegrenzt altern dürfen und dann am Boden verrotten. Weil die Bemühungen honoriert werden, trägt die Eilenriede das sogenannte FSC-Siegel für nachhaltiges Forsten, das als weltweit strengstes seiner Art gilt.

„Wir fällen in jedem Jahr weniger Holz als zulässig. Und weniger, als nachwächst“, erklärt Dix. Hannovers Wälder werden also dichter, selbst wenn das jetzt im Winter für Laien und Spaziergänger nicht so aussieht. Auch am Schützenplatz wird der Kahlschlag, der durch die entfernten Pappeln entstanden ist, nicht lange anhalten. Im März will die Stadt als Ersatz rund 30 etwa acht Meter hohe Kaiserlinden setzen lassen.

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen bleibt regionsweit hoch – trotz rückläufiger Flüchtlingszahlen insgesamt. In der Stadt Hannover ist die Anzahl der jungen Asylbewerber leicht rückläufig. Besonders schwierig ist die Situation für weibliche minderjährige Flüchtlinge. 

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