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Aus der Stadt Was Sie zum GVH-Jugendticket wissen müssen
Hannover Aus der Stadt Was Sie zum GVH-Jugendticket wissen müssen
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00:15 14.02.2017
Von Bernd Haase
Kinder und Jugendliche sind jetzt schon eifrige Nutzer von Bussen und Bahnen. Künftig sollen sie preiswerter fahren – und möglichst häufiger. Quelle: Privat
Hannover

Bus- und Bahnfahren wird von Beginn kommenden Jahres an für junge Menschen erheblich preiswerter. Das Mehrheitsbündnis aus SPD und CDU in der Regionsversammlung hat sich darauf geeinigt, eine sogenannte Jugend-NetzCard im öffentlichen Nahverkehr einzuführen. Fragen und Antworten.

Was kostet die Netzkarte; wo und wann gilt sie?

Die Karte soll 15 Euro im Monat kosten. Sie berechtigt zur Fahrt innerhalb der Region Hannover ohne Zeit und Zonenbeschränkungen - also rund um die Uhr und an allen sieben Wochentagen. Das gilt für Regionalzüge, S-Bahnen, Stadtbahnen und Busse der Unternehmen, die Mitglied im Großraum Verkehr Hannover (GVH) sind.

Wer darf die Karte nutzen?

Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 22 Jahren, wenn sie entweder eine allgemeinbildende Schule besuchen, ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren oder auf eine Berufsschule gehen, aber kein eigenes Einkommen haben. Wer eine duale Ausbildung macht, darf also nicht mit der Karte fahren. Die Netzkarte soll die bisherige SparCard Schüler ersetzen, die derzeit je nach Tarifzone zwischen 28,90 Euro und 51,40 Euro kostet. Die kostenlose Schulcard wiederum, die zur Fahrt von und zur Schule im Radius von mehr als zwei Kilometern berechtigt, bleibt unangetastet.

Was ist mit Studenten?

Wer an einer hannoverschen Hochschule studiert, erhält auch weiterhin die SemesterCard. Die Kosten dafür werden durch die festgesetzten Semesterbeiträge abgegolten.

Wer steckt hinter dem Projekt?

Treibende Kraft waren die Jungsozialisten, dann hat sich die SPD die Sache zu eigen gemacht und schließlich auch die zunächst skeptische CDU überzeugt. Damit steht eine politische Mehrheit. Die Netzkarte ist Bestandteil des Koalitionsvertrages; nun geht es formell per Antrag an die Umsetzung.

Was erhoffen sich die Befürworter?

„Mobilität für einen großen Kreis junger Leute zu wirklich verbesserten Bedingungen“, sagen die Juso-Vorsitzenden Adis Ahmetovic und Lisa van der Zanden. „Junge Menschen sollen unabhängig von ihrer finanziellen Situation in der Lage sein, sich in der Region frei zu bewegen“, sagt Frank Straßburger, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Kalkuliert wird auch, dass jemand, der sich früh für den Nahverkehr erwärmt, diesem auch später treu bleibt.

Wird die Netzkarte kostendeckend?

Sicherlich nicht, das sieht auch Straßburger so. Selbst wenn die Fahrgastzahlen steigen, erwartet GVH-Sprecher Tolga Otkun immer noch deutliche Verluste auf der Einnahmenseite. Eine genaue Kalkulation gibt es noch nicht; ein Bereich von etwa 10 Millionen Euro erscheint möglich. Eines ist aber jetzt schon klar: „Die Unternehmen brauchen einen Verlustausgleich durch die Region“, sagt Otkun. Heißt übersetzt: Die Finanzierung läuft über Steuergelder.

Gibt es Nebenwirkungen?

Ja, und zwar dann, wenn das neue Angebot ein Renner wird. „Dann könnte es schnell zu Kapazitätsengpässen in den Fahrzeugen kommen“, erklärt Otkun. Die Regiobus beispielsweise hat einen Schüleranteil von 60 Prozent bei den Fahrgästen, auch Stadtbahnen und Züge sind zu den Stoßzeiten jetzt schon rappelvoll. Im Ernstfall müssen zusätzliche Fahrzeuge her.

Welche Rabatte existieren im GVH noch?

Weniger als den Normaltarif zahlen außer Schülern und Auszubildenden Senioren, Firmenangestellte über die Job-Ticket-Regelung sowie Bedürftige. Sämtliche dieser Rabatte sind deutlich niedriger als derjenige, der mit der künftigen 15-Euro-Netzkarte einhergeht.

Was muss noch geklärt werden?

Details der Umsetzung. Wichtigstes ist die Frage, wie die Netzkarte für die Jugendlichen an die Kunden gebracht werden soll. Das kann über die Schulen gehen, aber auch auf dem normalen Weg über Verkaufsstellen und Automaten. „Dazu soll die Verwaltung Vorschläge machen“, sagt Straßburger.

... und dann?

Wird man sehen – und zwar möglichst genau. Nach zwei Jahren soll die Nutzerquote ermittelt werden. Liegt sie unter 50 Prozent der Berechtigten, will man weitere Anreize schaffen – beispielsweise kostenfreie Fahrt in Bussen und Bahnen am Wochenende.

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