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Aus der Stadt Was will der neue Investor mit dem Maritim?
Hannover Aus der Stadt Was will der neue Investor mit dem Maritim?
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00:15 09.09.2015
Was wird aus dem Maritim? Die Pläne sind noch immer unklar. Quelle: Thomas
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Hannover

Im Ihme-Zentrum will das Unternehmen dem Vernehmen nach einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Details sind bislang nicht bekannt – ebenso, wie über die Pläne für das Maritim. Imtown verwaltet unter der Geschäftsführung der Isrealin Efrat Abuav Milliardenbeträge für internationale Investoren und bringt Erfahrung im Hotelgewerbe mit.

Die Maritim-Kette hat das in den Sechzigern erbaute Innenstadthotel am Friedrichswall abgestoßen, weil dort hoher Sanierungsbedarf besteht. Es ist noch mindestens bis Jahresende geöffnet, danach soll es wegen umfänglicher Umbauarbeiten schließen. Ob es bei dem Zeitplan auch unter den neuen Eigentümern bleibt, ist unklar, die Mitarbeiter wissen bislang noch nichts von der neuen Gesellschafterstruktur. Derzeit läuft ein Architektenwettbewerb - abgestimmt mit der Stadt, weil der das Grundstück gehört und sie deshalb bei allen Fragen ein Vetorecht hat.

Das Maritim-Hotel am Friedrichswall soll saniert werden und dabei möglicherweise eine neue Fassadwe erhalten. Vielleicht lassen sich die Architekten dabei von unseren Fotomontagen inspirieren.

Erworben hatte die einstige Luxusimmobilie zunächst der Barsinghäuser Projektentwicker Andreas Pallushek mit dem Ziel, Investoren für das Projekt zu gewinnen. Das ist jetzt nach eineinhalbjähriger Suche geschehen.

Eine offizielle Bestätigung gab es aus Berlin nicht, sondern nur die Bitte, Fragen schriftlich zu formulieren - auch beim Ihme-Zentrum sind die neuen Eigentümer bisher nicht durch besonders offene Kommunikation aufgefallen. Im Handelsregister aber ist nachzulesen, dass die von Pallushek gegründete Firma Friedrichswall GmbH ihren Sitz nach Berlin verlegt hat und Efrat Abuav seit einigen Wochen Geschäftsführerin ist. Pallushek ist als Gesellschafter ausgeschieden und hat Platz gemacht für die neuen Geldgeber.

Das Maritim Grand Hotel am Friedrichswall ist verkauft. Zum Jahresende soll der Betrieb enden. Ein Rundgang durch eines der prestigeträchtigsten Hotels in Hannover.

In Rathauskreisen ist zu hören, dass längst Gespräche mit den Investoren geführt werden - und dass die Übernahme eine gute Nachricht sei. „Die Berliner verfügen nicht nur über Geld, sondern auch ganz offenkundig über Fachkenntnis mit Hotels und schwierigen Immobilien“, heißt es. Man halte die Berliner für seriös. Bisher firmierte die Gruppe als Newtown; nach Namensrechtskonflikten hat sie sich in Intown-Invest umbenannt. Sie wickelt weltweit Sanierungsprojekte ab, Schwerpunkte sind bisher in Deutschland Dortmund, Dresden, Berlin - und jetzt auch Hannover.

Pallushek selbst war nicht zu sprechen. Sein Mitarbeiter Jens Kasten, der nach eigenen Angaben den Deal gemanagt hat, bestätigt, dass es eine Vielzahl von Bewerbern für das Projekt gegeben habe. „Wir haben den ausgesucht, der für Hannover ein gutes Hotel mit qualitätsvoller Architektur ermöglicht, das den Ansprüchen der Stadt in dieser prädestinierten Lage entspricht.“ Pallushek und er seien aber beratend am Fortgang des Projekts beteiligt.

Von Conrad Meding und Michael Thomas

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