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Was wird aus Kliniken in Großburgwedel und Lehrte?

Medizinstrategie 2020 Was wird aus Kliniken in Großburgwedel und Lehrte?

Die Medizinstrategie 2020 des Regionsklinikums nimmt immer mehr Formen an. Im Zuge des Konzernumbaus diskutiert die Geschäftsführung seit Längerem auch über die Zukunft ihrer Kliniken in Lehrte und Großburgwedel. Wie die HAZ jetzt erfuhr, hat eine Arbeitsgruppe, der auch Ärzte aus beiden Kliniken angehören, dazu vier Varianten erarbeitet.

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Quelle: Behrens

Hannover. Sie reichen von einer Aufwertung der einzelnen Häuser bis zur Schließung beider Kliniken und einem Neubau. Am Donnerstag steht dazu eine Klausursitzung des Aufsichtsrates an.
Kurz gefasst sehen die vier Varianten so aus:

Variante 1

Beide Kliniken werden geschlossen. An ihrer Stelle entsteht im Osten der Region ein Neubau. Ein möglicher Ort dafür wird von den Experten nicht genannt. Der Neubau ist die Lieblingsvariante der Geschäftsführung. Er war auch im Medizinkonzept erstmals vorgeschlagen worden.

Variante 2

Die Krankenhäuser in Großburgwedel und Lehrte bleiben erhalten und werden aufgewertet. Großburgwedel beispielsweise durch eine Spezialabteilung für Wirbelsäulenprobleme, Lehrte möglicherweise mit einer geriatrischen Abteilung. Die Bürger der beiden Städte und der umliegenden Orte würden sich nur über diese Variante freuen, denn die beiden Kliniken und deren Mitarbeiter sind bei den Menschen überaus beliebt.

Variante 3

Lehrte bleibt nur noch als kleine Klinik mit weniger Betten als bisher und deutlich weniger Fachabteilungen erhalten. Medizinexperten nennen das „Portalklinik“. Dort können weiterhin Notfälle behandelt werden. Das Lehrter Krankenhaus wäre dann an Großburgwedel angegliedert, dorthin würden auch die schwereren Fälle gebracht. Das Verhältnis zwischen Lehrte und Großburgwedel wäre ähnlich wie bis vor Kurzem zwischen (der mittlerweile geschlossenen) Klinik in Springe und dem Klinikum Robert Koch in Gehrden.

Variante 4

Sowohl Lehrte als auch Großburgwedel werden zu Portalklinken. Das bedeutet: Weniger Betten in beiden Krankenhäusern, weniger Fachabteilungen, weniger Experten bei den Ärzten. Und es bedeutet auch, dass es im Osten der Region keine Geburtsklink mehr geben würde.

Die vier Varianten werden am Freitag den Mitgliedern des Aufsichtsrates präsentiert. Entscheiden soll darüber dann die Regionsversammlung. Das im vergangenen Jahr beschlossene Medizinkonzept sah für die beiden Kliniken nur vor, die Möglichkeit eines Neubaus als Ersatz für beide Krankenhäuser zu prüfen. Eine zunächst beschlossene Schließung der Geburtsklinik in Großburgwedel wurde nach dem Protest von Bürgern und Mitarbeitern wieder zurückgenommen.     

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