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Was wird aus dem abgebrannten E-Bike-Geschäft?

Nach Feuer in Osterstraße Was wird aus dem abgebrannten E-Bike-Geschäft?

Was wurde aus ...? Den Unternehmer Dirk Fastabend hat es schwer getroffen, als sein E-Bike-Geschäft in der Osterstraße 
im Februar 2017 vollständig ausgebrannt ist. Wir haben ihn getroffen und mit ihm darüber gesprochen, wie es weitergehen soll.

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Dirk Fastabend will in den ausgebrannten Räumen in der Osterstraße Container aufstellen und wieder E-Bikes verkaufen.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Die Decke des ehemaligen E-Bike-Ladens in der Osterstraße ist noch immer schwarz vom Ruß. Sonst zeugt in dem vor knapp sieben Monaten vollständig ausgebrannten, knapp 200 Quadratmeter großen Raum heute kaum noch etwas von dem Flammeninferno, das am 7. Februar gegen 11.30 Uhr an dieser Stelle gewütet hat. „Es war ein Schlag in die Magengrube, der einem die Beine weggezogen hat“, sagt Dirk Fastabend.

Dichter Rauch bildete sich beim Brand in der Osterstraße.

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Der Geschäftsführer des Fachgeschäfts Orange Bike Store kann heute sehr sachlich über den Vorfall von damals berichten. Der Akku eines E-Bikes war in seinem Laden explodiert, hatte innerhalb von Sekunden das gesamte Geschäft in Flammen aufgehen lassen und einen Schaden von rund 1,5 Millionen Euro angerichtet. Einen ähnlichen Vorfall hat es bislang in Deutschland noch nicht gegeben. Alle Experten, die inzwischen mit dem Unglück befasst waren, sind zu dem Schluss gekommen, dass der Unfall nicht vermeidbar gewesen ist. Es grenzt allerdings an ein Wunder, dass dabei niemand verletzt worden ist. „Ein glühender Einzel-Akku ist damals nur einen halben Meter an meinem Kopf vorbeigeflogen“, sagt Fastabend.

Begonnen hatte alles mit einer harmlosen Inspektion eines ­E-Bikes. Dabei wird selbstverständlich auch der Akku überprüft. „Bei Akkus, die wir nicht kennen, machen wir das nur unter Aufsicht“, sagt Fastabend. Äußerlich war an dem Gerät nichts festzustellen. Das Sicherungssystem des Akkus, das Batterie Management System (BMS), zeigte keinerlei Defekte an. Nach einer Ladezeit von etwa einer Stunde, stellte der Techniker des Fachhändlers fest, dass der Akku beim Laden über Gebühr heiß geworden war. Er zog den Stecker des Ladegeräts aus der Steckdose und kam in den Laden, um Dirk Fastabend zu informieren. Sekunden später schoss Gas aus dem Akku im Nebenraum. Das Gas entzündete sich sofort. „Die Stichflamme schoss unter die Decke und dann im rechten Winkel an der Decke entlang“, sagt Fastabend. Unmittelbar danach explodierte der Akku mit einem lauten Knall. Die brennenden Einzelteile steckten weitere Gegenstände im Geschäft in Brand. Fastabend und seine Mitarbeiter versuchten vergeblich, mit Feuerlöschern gegen das Flammenmeer anzukämpfen. „Doch innerhalb von etwa 30 Sekunden stand der Rauch brusthoch im Laden“, sagt Fastabend.

Nachdem mit den Versicherungen alles geregelt war – sie kamen für den entstandenen Schaden auf und zahlen ein Jahr lang für die Betriebsunterbrechung –, machte sich der Unternehmer an die Planungen für die Zukunft. Die Idee, ähnlich große Räume in der City zu finden, die nicht in einem Wohnhaus untergebracht sind, erwies sich schnell als nicht umsetzbar. Also setzt Dirk Fastabend jetzt alles daran, dass der Laden an alter Stelle wieder aufgebaut wird. Das Parkhaus gehört der Immobilienfirma Hanova, ehemals Union Boden. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz – ein Umstand, der den Aufbau des E-Bike-Geschäfts weiter verzögert. Fastabend überlegt nun, große Container auf die Fläche seines ehemaligen Ladens zu stellen und wieder E-Bikes zu verkaufen, damit ihm nicht noch eine Fahrradsaison durch die Lappen geht. „Wir hoffen, dass wir im Mai 2018 so weit sein werden“, sagt der Unternehmer. Wie ernst es ihm damit ist, zeigt sein Plan für die kommenden Tage: Er besucht die Messe Eurobike in Friedrichshafen, um neue Modelle zu bestellen.     

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