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Wasserstadt-Konflikt schwelt weiter

Runder Tisch in Limmer Wasserstadt-Konflikt schwelt weiter

Die Gräben im Konflikt zu Hannovers größtem Wohnbauprojekt, der Wasserstadt Limmer, sind tief. Immerhin konnte  Bürgervertreter Thomas Berus jetzt in der Sanierungskommission Limmer verkünden, dass der Runde Tisch für die Gestaltung des Neubaugebiets „noch nicht gescheitert“ sei. Das darf schon als Etappenerfolg gewertet werden.

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Hier soll die Wasserstadt entstehen. Nur um die exakte Ausgestaltung wird noch gestritten.

Quelle: Krajinović

Am nicht öffentlich tagenden Runden Tisch diskutieren Anwohner, Investoren und Stadtverwaltung seit Anfang Juni Pläne. Die Vorstellungen der Teilnehmer driften bei entscheidenden Fragen auseinander, etwa zur Frage, wie viele Menschen in der Wasserstadt auf wie viel Raum Platz haben sollen. Auch mit der Anordnung der Häuser und deren Höhe sind die Bürgervertreter unzufrieden.
Im Lindener Freizeitheim zieht die Stadt am kommenden Mittwoch, 8. Juli, ab 19 Uhr öffentlich eine Zwischenbilanz zur Arbeit des Runden Tischs. Dann will auch die Bürgerinitiative (BI) Wasserstadt, der Berus angehört, eine erste Einschätzung abgeben. Der Runde Tisch bereitet als beratendes Gremium die Planung für den ersten Bauabschnitt vor, wo spätestens Anfang 2017 die ersten Häuser entstehen sollen.

In den Beratungen ging es zuletzt auch um die Frage, ob achtgeschossige Wohnhäuser erlaubt werden sollen. Das widerspricht dem Ergebnis eines im Mai beendeten Bürgerdialogs. Ein damals verabschiedeter Beschluss von Anwohnern sah nur drei bis fünf Geschosse vor.

Während sich der Runde Tisch über das detaillierte Aussehen des ersten Bauabschnitts Gedanken macht, läuft parallel die Rahmenplanung für das gesamte Wohngebiet. Sie gibt wenig Details vor. Allerdings will die Stadt darin die Anzahl der Wohnungen festschreiben. Bis zu 1800 sollen es werden. „Das widerspricht dem Bürgerwillen“, sagte Cornelia Schweingel, die für die SPD in der Sanierungskommission Limmer sitzt. Maximal 1200 Wohneinheiten sollten es laut Bürgerwillen sein – die Stadt allerdings hat ihre ursprünglich auf 2000 Wohnungen ausgelegten Pläne geändert. Die Kommission will auch die Höhe der Gebäude schon im Rahmenplan auf höchstens fünf Etagen begrenzen.

Bleibt der Bezirksrat Linden-Limmer seiner bisherigen Linie treu, dann stimmt er bei seiner Sitzung Mitte Juli den Änderungswünschen der Sanierungskommission zu. Der Konflikt mit den Ratsgremien, die über die Änderungen abschließend beraten, wäre programmiert: Dort ist die Mehrheit den Vorstellungen der Stadt zugeneigt.

Von Marcel Schwarzenberger

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