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Leichenteile im Mittellandkanal gefunden

Nahe der Noltemeyerbrücke Leichenteile im Mittellandkanal gefunden

Im Mittellandkanal nahe der Noltemeyerbrücke sind am Montag mehrere Säcke mit Leichenteilen gefunden worden. Arbeiter und ein Schiffsführer machten den grausigen Fund nahe der Brücke am Groß-Buchholzer Kirchweg. Allerdings fehlen noch einige Teile, sodass die Ermittler ihre Suche am Dienstagvormittag fortsetzen.

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Die Polizei sperrte den Uferweg ab um Spuren sichern zu können.

Quelle: Dillenberg

Hannover. Drei Plastiksäcke mit Kleidungsstücken und Teilen einer männlichen Leiche geben der Kripo derzeit Rätsel auf. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Braunschweig hatten zwei der Beutel gegen 12.30 Uhr beim Reinigen des Mittellandkanals und des Ufers in Höhe der Noltemeyerbrücke in Groß-Buchholz im Wasser treibend entdeckt. In einem der Säcke erkannten sie ein Leichenteil und alarmierten die Polizei.

Während der laufenden Ermittlungen meldete am Nachmittag ein Schiffsführer den Fund eines weiteren Plastikbeutels an der Hebbelstraße im Sahlkamp. In diese Tüte waren nach Auskunft der Polizei weitere Leichenteile verpackt. Bislang ist unklar, von wem die Kleidungsstücke und die abgetrennten Körperteile stammen. Die Leichenteile, die nach HAZ-Informationen bereits einige Zeit im Wasser gelegen haben sollen, wurden umgehend in die Rechtsmedizin gebracht. Dort sollen sie am Dienstag untersucht werden. Der Leichenfund erinnert an den Fall Monika P.

Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass alle gefundenen Teile zu einem Leichnam gehören. Allerdings fehlen noch einige Teile, sodass die Ermittler ihre Suche am Vormittag fortsetzen wollen. Nach dem Fund der ersten beiden Plastiktüten riegelten Beamte den Uferbereich des Kanals in Groß-Buchholz ab. Das Wasser- und Schifffahrtsamt sperrte den Mittellandkanal ab Brink-Hafen für mehrere Stunden für die gesamte Binnenschifffahrt. Kripobeamte suchten zeitgleich das Ufer nach weiteren Spuren des Verbrechens ab. Zusätzlich fuhren Beamte mit einem Boot den Wasserweg ab und suchten von dort aus nach weiteren Säcken.

Am Nachmittag kam zudem eine Drohne der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen zum Einsatz, mit deren Hilfe die Beamten aus der Luft nach weiteren Auffälligkeiten in der Gegend suchten. Anschließend suchten Polizisten mit Leichenspürhunden vom Boot aus nach weiteren Leichenteilen. Auch Polizeitaucher suchten den Kanal bis zum Einbruch der Dunkelheit nach Hinweisen ab, die zur Aufklärung des Verbrechens dienen können.

Am Mittellandkanal nahe der Noltemeyerbrücke haben Arbeiter mehrere Säcke mit Leichenteilen gefunden. Die Brücke führt nur wenige Meter entfernt von der Podbielskistraße in Höhe Noltemeyerbrücke über den Kanal.

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Zeitgleich glichen Mordermittler die Vermisstenmeldungen der vergangenen Tage ab. „Bislang haben wir keinen akuten Fall, der mit dem Auffinden der Leichenteile in Verbindung stehen könnte“, sagt Polizeisprecherin Tanja Rißland.

Es gilt als wahrscheinlich, dass die Leichenteile in unmittelbarer Umgebung der Fundorte ins Wasser geworfen wurden. Denn der Mittellandkanal hat so gut wie keine Strömung. Die Bugwellen der Binnenschiffe reichen nicht aus, um die Säcke über eine größere Strecke treiben zu lassen. Unklar ist, ob die Säcke ursprünglich in irgendeiner Art beschwert waren und erst jetzt an die Wasseroberfläche gekommen sind. Die Polizei wollte sich dazu nicht äußern.

Auch schweigen die Ermittler über die Art der Kleidung, die in einem der Säcke entdeckt worden war. Sie könnte zwar Aufschluss über das Alter des Toten geben, aber bislang wissen nur der oder die Täter und die Ermittler, was das Opfer vor seinem gewaltsamen Tod getragen hatte. Deshalb halten sich die Fahnder mit derartigen Hinweisen zurück.

Die Polizei sucht dennoch Zeugen, die verdächtige Personen in diesem Bereich des Mittellandkanals beobachtet haben oder die Hinweise auf einen Vermissten geben können. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter (05 11) 1 09 55 55 entgegen.

 

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