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Stau-Chaos: Polizei regelt den Verkehr per Hand

Hannovers Innenstadt Stau-Chaos: Polizei regelt den Verkehr per Hand

Staus, stockender Verkehr, lange Wartezeiten: Der Verkehr in Hannovers Innenstadt führt derzeit zu massiven Problemen. Die Polizei begegnet den mitunter chaotischen Zuständen jetzt mit ungewöhnlichen Maßnahmen: Ampelschaltungen werden verändert, Baustellen werden geräumt und Beamte regeln den Verkehr per Hand. 

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Beamte der Inspektion Mitte regeln in der City den Verkehr.

Quelle: Symbolbild

Hannover. In Teilen der Innenstadt ist der Autoverkehr an den vergangenen Wochenenden zeitweise völlig zum Erliegen gekommen – und im Weihnachtsgeschäft wird mit einem noch stärkeren Ansturm auf die City gerechnet. Betroffen war vor allem der Bereich um die Herschelstraße an Freitagen und Sonnabenden zwischen 16 und 19 Uhr. Von der dortigen Polizeiwache sind Beamte offenbar teils zu Fuß zu Einsätzen in der City aufgebrochen, weil sie in den Polizeiwagen nicht vorangekommen wären.

Freitags und sonnabends machen sich in den Nachmittags- und frühen Abendstunden die meisten Autofahrer aus den Parkgaragen der Galeria Kaufhof, in der Mehl- und Andreaestraße sowie der Ernst-August-Galerie nach dem Einkaufen wieder auf den Weg nach Hause. Weil die Autos nur über die Herschelstraße aus der Innenstadt herausfahren konnten, war zu den Spitzenzeiten der gesamte Bereich verstopft. Die Autofahrer, die es schließlich von der Herschelstraße auf die Celler Straße geschafft hatten, mussten weiter warten: Wegen der dortigen Ampelschaltung standen die Wagen vor der Kreuzung mit der Hamburger Allee erneut länger. 

Wie zu erfahren war, konnte wegen des Staus in der Herschelstraße zeitweise die Polizei nicht mehr mit Autos zu eiligen Einsätzen ausrücken. Die Beamten mussten zu Fuß los. Am Freitag wollte sich die Pressestelle der Polizei zu entsprechenden Fragen nicht äußern. Offenbar sollen zahlreiche im Dauerstau steckende Autofahrer versucht haben, bei der Polizei Anzeige wegen Freiheitsberaubung zu erstatten, einige hatten zuvor eine Stunde oder länger warten müssen, bis sie aus den Parkhäusern herausfahren konnten. Die Polizei musste zeitweise den Verkehr mit Beamten auf den Kreuzungen regeln.

Mitarbeiter der Ernst-August-Galerie versuchten, die in ihrem Parkhaus wartenden Autofahrer mit Gummibärchen zu besänftigen. Galerie-Chefin Catharina Schubert bestätigte, dass man „mehrere Sympathieaktionen“ unternommen habe. Außerdem würden die Kunden per Lautsprecherdurchsagen auf die Situation hingewiesen. Auch das trage zur Beruhigung bei. Die Verkehrssituation sei „im Moment noch nicht zufriedenstellend“, sagt sie. Das Parkhaus in der Ernst-August-Galerie habe jedoch noch die beste Lage. „Hier kommt man am schnellsten raus“, betont Schubert. 

An diesem Wochenende stehen eigens Polizisten bereit, die den Verkehr in der City regeln sollen, falls es zu Problemen kommt. Um die Situation zu entschärfen, sollen unter anderem an der Kreuzung Herschel- und Celler Straße die Ampelphasen verlängert werden, wie Polizei und Stadtverwaltung Freitagnachmittag in einer gemeinsamen Pressemitteilung berichteten. Außerdem wurde ebenfalls bereits Freitagnachmittag die D-Linien-Baustelle in der Kurt-Schumacher-Straße so weit geräumt, dass jetzt Autos aus der Andreaestraße wieder nach links abbiegen können. Um den Verkehrsfluss zu verbessern wird die Baustellenabsperrung in der Münzstraße verkleinert.

Der Chef der City-Gemeinschaft, Martin Prenzler, begrüßte am Freitag, dass „Stadt und Polizei daran arbeiten, die Probleme in den Griff zu bekommen“. Seit geraumer Zeit gebe es Gespräche, um die Lage zu entschärfen. Die Kaufleute hätten schon länger davor gewarnt, dass das geplante Verkehrskonzept während der Bauarbeiten für die D-Linie nicht funktioniere, meint Prenzler. Leider hätten die beiden im Vorfeld angefertigten Gutachten prognostiziert, dass es keine Verkehrsprobleme durch die Bauarbeiten geben werde. 

Gegenüber der derzeitigen Lage müsse es eine deutliche Änderung geben, betonte der City-Manger Prenzler. „Andernfalls sehe ich mit großer Sorge auf das Weihnachtsgeschäft.“

Von Mathias Klein und Isabel Christian

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