Er sehe das Land und den Bund in der Pflicht, so Weil. Schaeffler unternehme seit gut einem Jahr „mit einem der wichtigsten Industrieunternehmen Deutschlands“ einen „Tanz auf der Rasierklinge“, kritisierte er.
Bei Conti werde nun „schon der dritte Topmanager von Schaefflers rausgemobbt“, betonte der Oberbürgermeister. „Da ist der Ministerpräsident Christian Wulff schon aufgefordert, klar mit allen Vertretern der Kapitalseite zu reden“, sagte Weil. Auch die Bundesregierung sieht er in der Verantwortung: Die Commerzbank, die Staatshilfen erhalten habe, sei einer der wichtigsten Finanziers für Schaeffler und Conti. Der Bank müsse klargemacht werden, „dass sie nicht nur für die eigene Rendite, sondern auch für das Allgemeinwohl zuständig sein muss.“
Weil forderte: „Der Bund muss deshalb so rasch wie möglich auf die Commerzbank und Schaeffler zugehen.“
Er betrachte das Vorgehen der Schaeffler-Gruppe, deren Vertreter im Conti-Aufsichtsrat in der vergangenen Woche versucht hatten, Conti-Chef Neumann zu entmachten, „auch als den Versuch, die Investorenvereinbarung zu hintergehen“. Er halte die „ganze Vorgehensweise des Mehrheitseigentümers Schaeffler für hochgefährlich“, sagte Weil.
ddp
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Kommentare
Und die Stadt Hannover hat ... Christophe – 03.08.09
... natürlich gar nichts damit zu tun, das man den Unternehmen das Leben z.T. schierig gestaltet.Ohne Format Tullius Destructivus – 03.08.09
Weil ist nicht Ude.unternehmen für Hannover Hermann – 03.08.09
recht hat der Verfasser, hat sich schon mal einer tot verwaltetEine ganz typische Reaktion LJA – 03.08.09
des Hannoverschen OBs. Dabei ist seine Stadtverwaltung jeden Tag dabei, Hannover als Wirtschaftsstandort unattraktiver zu machen. Irgendwann haben Bundes- und Landespolitiker dann auch keine Lust mehr, für die arbeitsscheue Landeshauptstadt in die Bresche zu springen. Aber den Zusammenhang wird man im Rathaus wohl nicht verstehen.