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Weil lobt Pläne fürs Sprengel Museum

Architekturwettbewerb Weil lobt Pläne fürs Sprengel Museum

Museum zeigt Entwürfe für Erweiterungsbau: Stephan Weil und Lutz Stratmann eröffnen die Ausstellung mit allen Wettbewerbsentwürfen zum Anbau des Sprengel Museums, die danach auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

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„Wunderbar beschwipste Räume“: Stephan Weil mit Museumsdirektor Ulrich Krempel und Lutz Stratmann (von links).

Quelle: Steiner

Zum kleinen Einmaleins des Politikbetriebes gehört die Kunst zu sprechen, ohne etwas zu sagen. Eine Übung für Fortgeschrittene hingegen ist es, etwas zu sagen, ohne es auszusprechen. Oberbürgermeister Stephan Weil ließ in dieser Disziplin jetzt viel Spielraum für Interpretationen, als er im Sprengel Museum eine Ausstellung mit Architekturentwürfen für die Erweiterung des Museums eröffnete. Das Jahr 2010 sei für Hannover ein Jahr der Architektenwettbewerbe, sagte Weil, ohne den heiß umstrittenen Landtagsumbau namentlich zu nennen. „Ein Vergleich würde schon reizen“, sagte er – doch er wolle sich auf den Museumswettbewerb beschränken: „Schön, dass dieser so sorgfältig vorbereitet wurde, zu einem guten Ergebnis führte und keinen Streit ausgelöst hat.“ Dann pries Weil die „wunderbar beschwipsten Räume“ im Entwurf des Schweizer Architekten Marcel Meili, den die Jury jüngst zum Sieger gekürt hatte – und je lauter er vom Museum sprach, desto lauter schwieg er zugleich von der verfahrenen Landtagsdebatte. Freilich gelte es auch, den Meili-Entwurf noch einmal „kritisch gegen den Strich zu bürsten“, was Kosten- und Terminsicherheit anbelange, sagte Weil eher beiläufig.

Kulturminister Lutz Stratmann verfuhr da anders: „Aus gegebenem Anlass äußere ich mich zu Architekturentwürfen gar nicht mehr“, scherzte er eingangs – um dann genau das Gegenteil zu tun: Auch er lobte den Meili-Entwurf, der die „Magnetwirkung des Museums noch verstärke“. Bis 2013 soll dieser auf dem Parkplatz südlich des Museums für 25 Millionen Euro realisiert werden. Das Haus wird dann insgesamt 400 Meter lang sein, es verändert sein Gesicht. Die Ausstellung im Sprengel Museum ist daher auch eine Ausstellung in eigener Sache.

Die Entscheidung ist gefallen: Der geplante Anbau des Sprengel Museums wird nach Entwürfen des Schweizer Architekten Marcel Meili gebaut. Das Züricher Büro Meili + Peter konnte sich in dem von der Stadt Hannover und dem Land Niedersachsen ausgelobten internationalen Architektenwettbewerb gegen 64 Konkurrenten durchsetzen. Die Jury lobte die "hohe gestalterische Qualität" des von großen Glasfronten geprägten Gebäudes.

Marcel Meili (l.) und Prof. Dr. Ulrich Krempel, Direktor vom Sprengel Museum, zeigen das Siegermodell.

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Sie zeigt noch bis zum 31. März alternative Architekturwelten, denn neben dem Siegerentwurf mit seiner Spiegelglasfassade präsentiert sie auch Modelle und Zeichnungen aller anderen 55 eingereichten Pläne, die teils von renommierten Büros in London, Tokio oder Sydney stammen. Das futuristische Modell der Stararchitektin Zaha Hadid beispielsweise hatte ein Dach aus vier flach ansteigenden und steil abfallenden Plateaus vorgesehen. Es unterlag gegen den Entwurf aus Zürich, der „ein eigenständiges Verhältnis zum See und zur Promenade formuliert“, wie es im Hause Meili + Peter heißt. So hat neben der Welt der Politik auch die Welt der Architektur ihre eigene Sprache.

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Architektenwettbewerb
Marcel Meili (l.) und Prof. Dr. Ulrich Krempel, Direktor vom Sprengel Museum, zeigen das Siegermodell.

Das Sprengel Museum bekommt ein neues Gesicht: Der lange geplante Anbau soll nach den Entwürfen des Schweizer Architekten Marcel Meili entstehen. Am vergangenen Wochenende stellte die Jury des internationalen Architektenwettbewerbs das Siegermodell vor, das von einer teils verspiegelten Glasfassade mit kupfernen Dachelementen geprägt ist.

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