Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Mehr Turnhallen werden Quartier für Flüchtlinge
Hannover Aus der Stadt Mehr Turnhallen werden Quartier für Flüchtlinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:17 01.07.2015
Montag ziehen Flüchtlinge ein: Die Turnhalle der GS Kestnerstraße. Quelle: Marta Krajinović
Anzeige
Hannover

Ob in diesem Jahr noch weitere Sportstätten als Notunterkünfte dienen müssen, lässt die Stadt offen. „Ausschließen können wir das nicht“, sagte Baudezernent Uwe Bodemann am Mittwoch im Bauausschuss.

Insgesamt sieben Sporthallen sind in Hannover derzeit mit Flüchtlingen belegt. Sozialarbeiter kritisieren diese Form der Unterbringung, da sie kaum Privatsphäre für die oft traumatisierten Asylsuchenden zulasse.
Schon am kommenden Montag, 6. Juli, sollen rund 40 Flüchtlinge in die kleinere der beiden Turnhallen an der Grundschule Kestnerstraße ziehen. Zudem hat die Stadt die beiden Hallen an der Lindener Fröbelstraße in die engere Wahl genommen. Sie gehörten ursprünglich zum Komplex der Albert-Schweitzer-Schule. Nach dem Auszug der Schule verkaufte die Stadt das Haus an eine Wohngruppe. Die beiden Hallen haben bisher Sportvereine und Schüler der Eichendorffschule genutzt. Baurat Bodemann ließ durchblicken, dass auch die Sportstätten An der Fröbelstraße in der kommenden Woche belegt werden.

Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hatte vergangene Woche angekündigt, die Turnhallen Hannovers systematisch daraufhin zu prüfen, ob sie sich als Notunterkünfte eignen. „Ein Großteil der städtischen Hallen ist nicht geeignet“, teilt Schostok jetzt mit. Offenbar erfüllen nur wenige Sportstätten die Kriterien der Stadt: Eine Halle muss über einen eigenen Zugang verfügen, der räumlich von einer angrenzenden Schule getrennt ist, die sanitären Anlagen müssen mit der Halle verbunden sein, und Schul- sowie Vereinssport sollten in Ersatzhallen unterkommen, die „in vertretbarer Entfernung“ liegen.

Wie lang die sieben Sporthallen belegt sein werden, ist unklar – von einer Ausnahme abgesehen. Die Halle des ehemaligen Schulzentrums Ahlem soll nach den Sommerferien frei sein. Die rund 80 Flüchtlinge in der Halle werden dann in Wohncontainern untergebracht. „Wir können nicht sagen, ob die anderen Hallen gleich nach den Ferien frei sind“, sagt Bodemann. Im Herbst sollen an 14 Standorten Containerdörfer entstehen, zudem will die Stadt ein privates Bürohaus anmieten.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach drei Tagen Dauerhitze ziehen die ersten Schulen in Hannover die Konsequenzen und geben am Donnerstag Hitzefrei. Es werden Temperaturen von bis zu 32 Grad erwartet. Hitzefrei ist zulässig, wenn "der Unterricht durch hohe Temperaturen erheblich beeinträchtigt ist".

Saskia Döhner 04.07.2015

Trotz brütender Hitze feierten am Mittwochabend rund 800 Gäste aus Medien, Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur die hannoversche Media-Night. Als Location hatten sich die Gastgeber der niedersächsischen Landesmedienanstalt in diesem Jahr etwas ganz besonderes einfallen lassen: Gefeiert wurde in der exotischen Kulisse des Zoos Hannover.

Conrad von Meding 02.07.2015
Aus der Stadt Technische Störungen bei der Üstra - Hitze stoppt zeitweise Hannovers Stadtbahnen

Einige grüne Stadtbahnen des Typs TW 6000 der Üstra sind nicht hitzefest. „Vermehrte technische Störungen, Verspätungen auf allen Linien lassen sich nicht vermeiden“, twitterte das Unternehmen am Mittwochnachmittag.

Bernd Haase 01.07.2015
Anzeige