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Mehr Turnhallen werden Quartier für Flüchtlinge

In Linden und in der Südstadt Mehr Turnhallen werden Quartier für Flüchtlinge

Die Stadt Hannover muss auf drei weitere Sporthallen zurückgreifen, um Flüchtlingen Unterkünfte zu bieten. Schon nächste Woche sollen die Hallen in Linden und in der Südstadt belegt werden. Die Stadt hat die Nutzung der drei Hallen vorab mit Stadtsportbund und Schulen abgestimmt.

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Montag ziehen Flüchtlinge ein: Die Turnhalle der GS Kestnerstraße.

Quelle: Marta Krajinović

Hannover. Ob in diesem Jahr noch weitere Sportstätten als Notunterkünfte dienen müssen, lässt die Stadt offen. „Ausschließen können wir das nicht“, sagte Baudezernent Uwe Bodemann am Mittwoch im Bauausschuss.

Insgesamt sieben Sporthallen sind in Hannover derzeit mit Flüchtlingen belegt. Sozialarbeiter kritisieren diese Form der Unterbringung, da sie kaum Privatsphäre für die oft traumatisierten Asylsuchenden zulasse.
Schon am kommenden Montag, 6. Juli, sollen rund 40 Flüchtlinge in die kleinere der beiden Turnhallen an der Grundschule Kestnerstraße ziehen. Zudem hat die Stadt die beiden Hallen an der Lindener Fröbelstraße in die engere Wahl genommen. Sie gehörten ursprünglich zum Komplex der Albert-Schweitzer-Schule. Nach dem Auszug der Schule verkaufte die Stadt das Haus an eine Wohngruppe. Die beiden Hallen haben bisher Sportvereine und Schüler der Eichendorffschule genutzt. Baurat Bodemann ließ durchblicken, dass auch die Sportstätten An der Fröbelstraße in der kommenden Woche belegt werden.

Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hatte vergangene Woche angekündigt, die Turnhallen Hannovers systematisch daraufhin zu prüfen, ob sie sich als Notunterkünfte eignen. „Ein Großteil der städtischen Hallen ist nicht geeignet“, teilt Schostok jetzt mit. Offenbar erfüllen nur wenige Sportstätten die Kriterien der Stadt: Eine Halle muss über einen eigenen Zugang verfügen, der räumlich von einer angrenzenden Schule getrennt ist, die sanitären Anlagen müssen mit der Halle verbunden sein, und Schul- sowie Vereinssport sollten in Ersatzhallen unterkommen, die „in vertretbarer Entfernung“ liegen.

Wie lang die sieben Sporthallen belegt sein werden, ist unklar – von einer Ausnahme abgesehen. Die Halle des ehemaligen Schulzentrums Ahlem soll nach den Sommerferien frei sein. Die rund 80 Flüchtlinge in der Halle werden dann in Wohncontainern untergebracht. „Wir können nicht sagen, ob die anderen Hallen gleich nach den Ferien frei sind“, sagt Bodemann. Im Herbst sollen an 14 Standorten Containerdörfer entstehen, zudem will die Stadt ein privates Bürohaus anmieten.

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