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So finden Sie die richtige Schule für Ihr Kind

Weiterführende Schulen in Hannover So finden Sie die richtige Schule für Ihr Kind

Alle Schwerpunkte, alle Adressen, alle Besonderheiten: Hier finden Eltern einen Überblick über 132 weiterführende Schulen in der Region – und hilfreiche Tipps bei der Frage, welche Einrichtung für ihr Kind die richtige ist.

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Welche Schule ist die richtigen für mein Kind?

Quelle: HAZ

HAZ-Service: 132 Schulen im Überblick

„Die Kinder müssen in die neue Schule gehen, nicht die Eltern“

Das erste Jahr ohne schriftliche Schullaufbahnempfehlung haben Eltern schon hinter sich. Die Landesregierung hatte die Empfehlung im vergangenen Jahr abgeschafft. Stattdessen gibt es Beratungsgespräche mit den Grundschullehrern, die Eltern aber nicht führen müssen. Michael Balke, der als Elternvertreter im Schulausschuss der Stadt Hannover sitzt, rät aber, diese Termine auf alle Fälle wahrzunehmen. Die Einschätzung der Pädagogen sei wichtig für die Schulwahl. „Diese Hinweise darf man nicht ignorieren.“ Zudem sollten Eltern die Informationstage nutzen: „Sonst kommt man ja in Schulen normalerweise nicht so einfach rein.“ So könne man erleben, wie eine Schule ticke und ob das zu einem passe. Er empfiehlt, sich mehrere Schulen anzuschauen und nicht nur die Wunschschule Nummer 1. Allzu oft käme es vor, dass die Erstwahl einer Familie nicht berücksichtigt wird. Deshalb sei es wichtig, an Alternativen zu denken: „Man kann auch mit dem Zweitwunsch leben.“

Elternvertreterin Doren Thiele findet es bedauerlich, dass die Laufbahnempfehlung abgeschafft worden ist. „Das war eine wichtige Orientierung für Eltern, viele sind jetzt verunsichert.“ Eigentlich sollten Lehrer entscheiden, auf welche Schule die Kinder nach der vierten Klasse gehen, meint die Mutter von Zwillingen. Lehrer hätten oft ein besseres Gespür dafür als Eltern. Petra Wiedenroth vom Verband der Elternräte der Gymnasien vermisst die Laufbahnempfehlung ebenfalls. Die Beratungsgespräche würden nicht immer wahrgenommen, manchmal böten die Lehrer auch gar kein zweites an. Bei der Schulwahl sollte man auf das Profilangebot, aber auch auf das Ganztagsprogramm, die Unterrichtsversorgung und die digitale Ausstattung achten.

Für Elternverteter Balke selbst war die Entfernung zur neuen Schule ein entscheidendes Kriterium, als er für seinen Sohn eine Schule suchte. „Das Kind sollte den Weg selbstständig und in angemessener Zeit bewältigen können.“ Länger als eine halbe Stunde sollte der Weg nicht dauern. Besondere Angebote seien ebenfalls Grund für die Entscheidung. Eine Schule setzt besonders auf Fremdsprachen, etwa Französisch oder Latein, eine andere will die Jugendlichen fit für die Berufswelt machen. Beim Wechsel helfen Freunde: „Mit einem Buddy gelingt der Start in der neuen Schule besser“, meint Balke.

Der Vater sagt, Eltern sollten auch auf ihre Kinder hören: „Die Kinder müssen in die neue Schule gehen, nicht die Eltern.“ Es sei falsch, Kinder auf ein Gymnasium zu schicken, wenn sie dort permanent überfordert seien und sich quälten. Schließlich sei das Schulsystem so durchlässig, dass Schüler auf anderen Wegen zum Abitur kommen könnten als nur über das Gymnasium ab Klasse fünf.

Für Thiele ist neben dem Schulweg das Angebot der Schule („Welche Profile, welche Sprachen, welche Fächer gibt es?“) ausschlaggebend bei der Wahl. Und die Unterrichtsversorgung. Es müssten genügend Lehrer vorhanden sein, damit möglichst wenig Unterricht ausfällt. Kinder interessieren sich natürlich auch für das Angebot an Sport und Arbeitsgemeinschaften. Hier gilt: Gut ist nur, was stattfindet, nicht das, was ausfällt. Für viele Familien ist es von Bedeutung, ob die Schule ein Nachmittagsangebot hat und die Kinder dort Mittag essen können.

Elternvertreter Balke rät, sich selbst ein Bild zu machen. Der beste Ruf einer Schule nütze nichts, wenn das Kind mit dem, was den Ruf ausmache, nicht in Berührung kommt. Landeselternratsvorsitzender Stefan Bredehöft hält den Austausch von Eltern und Lehrern für wichtig. Das gelte nicht nur an der Grundschule, sondern auch für die aufnehmende Schule: „Eltern sollten wissen, was von den Kindern dort erwartet wird.“

Von Saskia Döhner

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