Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Weniger Einbrüche in Hannover
Hannover Aus der Stadt Weniger Einbrüche in Hannover
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:15 16.05.2012
Von Tobias Morchner
Die Entwicklung der Wohnungseinbrüche in Hannover. Quelle: Grafik
Hannover

Belegte die Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren hinter Frankfurt stets Rang zwei auf der Liste der unsichersten Städte Deutschlands, rutschte Hannover im Jahr 2011 auf Platz sechs. 13.303 Straftaten je 100.000 Einwohner wurden einem Bericht der Welt am Sonntag zufolge im vergangenen Jahr in der Landeshauptstadt verübt. In Frankfurt waren es dagegen 16.137.

Das bessere Abschneiden Hannovers im Bundesvergleich hat unter anderem etwas mit der Zahl der Verfahren gegen Schwarzfahrer in der Stadt zu tun. 2011 zeigte die Üstra nur halb so viele Vergehen in diesem Bereich an, als noch ein Jahr zuvor. Dazu kommt noch ein anderer Umstand: Anders als in vielen anderen Großstädten ist in Hannover die Zahl der Wohnungseinbrüche überdurchschnittlich stark zurück gegangen. Die Polizei verzeichnete im vergangenen Jahr bei diesem Delikt den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Polizeipräsident Axel Brockmann bezeichnete dieses Ergebnis im Gespräch mit der HAZ als „sehr positive Entwicklung“. Bundesweit hat die Zahl der Einbrüche dagegen den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht.

Überdurchschnittlich gut steht die Polizeidirektion Hannover im Vergleich mit anderen Großstädten auch in Bezug auf die Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen dar. In knapp 23 Prozent aller Fälle konnten die Beamten den oder die Täter ermitteln. Bundesweit liegt die Aufklärungsquote bei Einbrüchen lediglich bei 16,2 Prozent.

Beim erfolgreichen Kampf gegen die Wohnungseinbrecher hat die Behörde zudem neue Erkenntnisse über die Täter und deren Strukturen gewinnen können. „Es gibt Einbrecherbanden, die von Stadt zu Stadt ziehen, doch die Masse der Vergehen wird von örtlichen Tätern verübt“, sagt Behördenleiter Axel Brockmann. Anders als bei anderen Straftaten gebe es beim Einbruch so gut wie kein Dunkelfeld. „In der Regel werden uns die Taten angezeigt - allein schon aus Versicherungsgründen“, sagt Brockmann.

Bundesweit haben die durch Wohnungseinbrecher verursachten Schäden im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Die Hausratversicherungen zahlten insgesamt rund 430 Millionen Euro Schadenersatz. Das ist ein Plus von 23 Prozent gegenüber 2010. Nach Einschätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft ist der Schaden auch deshalb so hoch, weil in immer mehr Haushalten teure elektronische Geräte wie Laptops oder Smartphones zu finden seien.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Immer mehr kranke Straftäter kommen in die forensische Psychiatrie nach Wunstorf. Auch solche, die gar nicht so gefährlich sind, müssen manchmal lange bleiben.

Sonja Fröhlich 13.05.2012

Ben Becker spielt den Freiherrn von Münchhausen, den berühmten Lügenbaron aus dem Weserbergland. Am Sonnabend drehte ein Team des NDR auf der Marienburg hinter verschlossenen Türen.

Heike Schmidt 13.05.2012

Auf dem Kasernengelände seien keine Deserteure hingerichtet worden? Das weiß Hiltraud Agternkamp besser – und erzählt nach fast 70 Jahren die Geschichte vom Matrosen Ritter.

Thorsten Fuchs 12.05.2012