Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Wer ist der Mann von der Vahrenwalder Straße?
Hannover Aus der Stadt Wer ist der Mann von der Vahrenwalder Straße?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 08.05.2017
Von Tobias Morchner
Matthias D. wurde noch in der Nacht in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Quelle: Dillenberg
Anzeige
Hannover

Nach HAZ-Informationen handelt es sich um den 42-jährigen Matthias D., der die vergangenen neun Monate an einer Maßnahme des Job-Centers in Langenhagen teilgenommen haben soll. Der Kurs endete am Mittwoch. Nur einen Tag später provozierte er einen großen Polizeieinsatz.

Nach Angaben von D. hat er bereits als Fahrlehrer für die Bundeswehr und als Unterhaltungskünstler gearbeitet. Ob die Angaben stimmen, ist bislang unklar. Bekannte von D. berichten, dass D. im Umgang schwierig sei.

Während des Kurses habe sich M. immer wieder den Anweisungen der Lehrer widersetzt. "Er hat immer im Mittelpunkt stehen wollen", berichten Teilnehmer. Unklar ist, warum sich beim Job-Center niemand um die Auffälligkeiten des 42-Jährigen gekümmert hat.

Siebeneinhalb Stunden hatte Matthias D. vor dem Eingang von Kentucky Fried Chicken (KFC) ausgeharrt. Gegen 18 Uhr war der 42-Jährige den Mitarbeitern des Schnellrestaurants zum ersten Mal aufgefallen, eine Stunde später alarmierten sie die Polizei. Die erste Zeit stand er bewegungslos an der Straßenecke. Gegen 20 Uhr sprach die Besatzung eines Streifenwagens den Mann an. Er antwortete, es habe seinen Grund, warum er dort stehe. Dann verfiel er wieder in Schweigen. 

Die Polizei ließ das Schnellrestaurant sowie ein gegenüberliegendes Restaurant räumen und sperrte die Vahrenwalder Straße in beide Richtungen weiträumig ab.    

Matthias D. ließ sich dadurch nicht beirren. Er rührte sich auch nicht, als immer mehr Einsatzkräfte die Kreuzung erreichten. Spürhunde waren vor Ort, die Verhandlungsgruppe der Polizei, ein ferngesteuerter Roboter mit Kamera sowie zahlreiche Spezialkräfte. Anschließend wurde der Absperrradius ein weiteres Mal erweitert, „um Unbeteiligte nicht zu gefährden“, wie die Behörde mitteilte.

Mehr als sieben Stunden auf der Straße

Gegen Ende des Einsatzes bewegte er sich, zunächst vorsichtig, streckte die Arme aus, tanzte dann im Kreis und vollführte anschließend minutenlang Schaufelbewegungen. Weil er seine Hände stets in seiner Jacke verborgen hatte und die Jacke dadurch etwas ausgebeult wirkte, bestand der Verdacht auf Waffen oder Sprengstoff.

Unterdessen sammelten sich zahlreiche Schaulustige an den Absperrungen. Sie kamen unter anderem aus den umliegenden Fitnessstudios und konnten nicht nach Hause fahren, weil ihre Autos im abgesperrten Gebiet standen. Sie verfolgten den Einsatz und hielten ihn mit ihren Handys fest. In dieser Zeit unternahm die Polizei keinerlei Versuche mehr, mit dem Verdächtigen Kontakt aufzunehmen oder ihn zur Aufgabe zu überreden.

Die Lage sei „unglaublich schlecht einzuschätzen gewesen“, sagte Polizeisprecher Mirco Nowak. Gegen 1 Uhr bereiteten sich SEK-Beamte dann auf den Zugriff vor. Geschützt hinter zwei Schilden näherten sie sich Matthias D. von hinten. Der 42-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen.     

Seit Freitagnacht befindet er sich in einer psychiatrischen Einrichtung.

Beim Tag der offenen Tür im Proben- und Logistikzentrum können Besucher einen Einblick in die Arbeitsabläufe des Staatstheaters Hannover bekommen. Auch für Schnäppchenjäger ist etwas dabei: Auf dem hauseigenen Flohmarkt gibt es unter anderem alte Werbeplakate.

05.05.2017

Die Eröffnung der Trampolinhalle "Superfly" steht kurz bevor. Nachdem der Termin mehrfach verschoben worden war, soll nun Mitte Mai geöffnet werden. Der Indoor-Freizeitpark steht an der Vahrenwalder Straße gegenüber vom Wasserturm.

05.05.2017

Bis zum 488. Schützenfest ist es nicht mehr lange hin. In den Kesseln im Brauhaus Ernst August hat, wenn man so will, die Herstellung des traditionellen Treibstoffs für den Rummel begonnen: Mit dem Einbrauen für das Festbier.

05.05.2017
Anzeige