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Wer ist schuld an Daisys Beinbruch?

Streit endet vor Amtsgericht Wer ist schuld an Daisys Beinbruch?

Eine 53-jährige Bothfelderin hat eine 24-jährige Hundehalterin aus der List auf 1167 Euro verklagt. Ihr Elo Daisy, damals noch ein Welpe, hatte im Sommer 2015 mit dem Beagle der 24-Jährigen gespielt und sich dabei das Hinterbein gebrochen. 

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Daisy im Sommer 2015.

Quelle: privat

Hannover. War es rohes Spiel von Beagle Miles? Oder war der Unfall, bei dem ein Unterschenkel von Elo-Hündin Daisy brach, ein Missgeschick beim friedlichen Herumtollen? Die Besitzerin von Daisy will es wissen. Die 53-jährige Bothfelderin hat die Halterin des Rüden verklagt, verlangt die Erstattung von 1167 Euro Behandlungskosten. Doch die 24-Jährige aus der List stellt sich auf die Hinterbeine. Miles und Daisy seien nach einem Stolperer über eine Baumwurzel eine kleine Böschung hinuntergekugelt, dabei sei der Beagle unglücklich auf den Welpen gefallen und habe ihm das linke Bein gebrochen. Zwei Zeugen, die Amtsrichterin Catharina Erps am Dienstag hörte, schoben jedoch Miles den Schwarzen Peter zu.

Beagle Miles soll schuld an der Verletzung von Elo Daisy sein.

Beagle Miles soll schuld an der Verletzung von Elo Daisy sein.

Quelle: Privat

Rund ein halbes Dutzend Vierbeiner vergnügten sich im Februar 2015 am Langenhagener Silbersee, die Halter schauten zu und schwätzten. Elo Daisy, damals erst vier Monate alt und von zierlichem Wuchs, hielt sich laut Aussage der Zeugen etwas abseits, hatte wohl ein wenig Angst vor der wilden Schar. Eher rustikal waren dagegen die Umgangsformen des dreijährigen ­Miles, der zuvor bereits einen Chihuahua-Mischling gerammt und angeknurrt hatte. Auf Daisy, so eine Zeugin, sei der Beagle schließlich „draufgelaufen“, ein Hundehalter sprach von „draufspringen“. Doch wie immer der Rüde es gemeint hatte: Am Strand lag eine jaulende Daisy, die nicht mehr aufstehen konnte. Sie erlitt einen Spiralbruch des linken Unterschenkels. Im Zuge einer mehrtägigen Behandlung wurde ihr eine Metallschiene eingesetzt. Dieses Implantat sei inzwischen so sehr mit Knochen und Gewebe verbunden, so die Halterin aus Bothfeld, dass man es nicht mehr entfernen könne. Aufgrund des zu erwartenden Knochenschwunds müsse der Elo wohl in wenigen Jahren eingeschläfert werden. „Dabei ist Daisy doch wie ein Baby für mich“, klagte die Besitzerin.

Die Haftpflichtversicherung der 24-jährigen Beagle-Besitzerin hat von den bislang aufgelaufenen Behandlungskosten von gut 2200 Euro knapp die Hälfte gezahlt. Den Rest würde sie nur begleichen, wenn das Gericht ­Miles die ganze Schuld an Daisys Elend gibt. Doch das wird dauern: Ende März hat Richterin Erps noch eine weitere Zeugin vom Silbersee geladen.

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