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Aus der Stadt Wer muss für kaputten Lehrertisch zahlen?
Hannover Aus der Stadt Wer muss für kaputten Lehrertisch zahlen?
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00:15 16.09.2016
Von Saskia Döhner
Der„Rondo Lift 2828“
für 460 Euro. Quelle: Archiv/Hersteller
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Hannover

Grundschuleltern von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Roderbruch wehren sich dagegen, dass sie für den Schaden an einem höhenverstellbaren Lehrertisch aufkommen sollen. Neun damalige Drittklässler - sieben Mädchen und zwei Jungen - sollen im Juni den gerade eine Woche alten neuen Buchentisch „Rondo Lift 2828“ beim Toben in einer Freistunde kaputt gemacht haben. Die Frage ist nun: Hätten sie nicht unter Aufsicht sein sollen?

Eine Mutter schildert den Fall so: Die erste Stunde sei ausgefallen, weil die Deutschlehrerin erkrankt sei. Daraufhin habe die „Frühbetreuerin“ den 25 Kindern im Alter zwischen acht und zehn Jahren gesagt, sie sollten in der Stunde im Klassenzimmer bleiben und sich still verhalten. Dann habe sie den Raum wieder verlassen. Normalerweise beaufsichtigt die „Frühbetreuerin“ die Schüler vor Unterrichtsbeginn auf dem Flur. Eine Aufgabe zur Beschäftigung hätten die Schüler nicht bekommen, bemängeln die Eltern. „Es ist doch kein Wunder, dass sie dann auf dumme Gedanken kommen“, sagt eine andere Mutter. Offenbar fuhren mehrere Kinder den Lehrertisch hoch und runter und setzten sich darauf. Als ein Lehrer in den Raum kam und die Drittklässler aufforderte, dies zu unterlassen, machten sie dennoch weiter.

Schulleiterin Brigitte Naber bestreitet, dass die Kinder ohne Aufsicht gewesen seien. Sie weist auch die Kritik zurück, dass die Schule mit den Eltern nicht gesprochen, sondern den Fall gleich der Stadt gemeldet habe. Naber sagt, es hätten gute, wertschätzende Gespräche mit Lehrern, Kindern und Eltern stattgefunden. Die Klassenlehrerin hatte den Kindern per Brief aber im Wiederholungsfall „mit einer Stammgruppenkonferenz“ gedroht.

Mitterweile ist ein neuer Tisch für 459,34 Euro an die IGS geliefert worden. Den Schaden in Höhe von 500,40 Euro (inklusive 41,06 Verwaltungspauschale) will die Stadt von den Eltern zurück, schließlich seien die Kinder älter als sieben Jahre alt und einsichtig genug, die Folgen ihres Handelns abzuschätzen. Sieben von neun Familien haben jetzt die 55,60 Euro bezahlt, zwei allerdings wollen sich weigern. Ausgang: offen.

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