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Wer sind die Männer, mit denen Bernd M. stritt?

Leichenteile im Mittellandkanal Wer sind die Männer, mit denen Bernd M. stritt?

Neue Erkenntnisse im Fall der im Mittellandkanal gefundenen Leichenteile: Das Mordopfer Bernd M. soll sich am 28. Juli in seiner Wohnung an der Haltenhoffstraße 237 mit zwei Männern gestritten haben. Die Polizei sucht nun weitere Zeugen. Sie hat eine Belohnung von 3000 Euro für Hinweise ausgesetzt.

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Botschaften der Trauer: Freunde und Bekannte hatten nach der Tat Kerzen am Haus in der Haltenhoffstraße aufgestellt.

Quelle: Elsner

Hannover. Vor einer Woche war bei der Polizei ein anonymer Hinweis eingegangen. Eine Frau hatte am Tattag einen Streit zwischen dem am Fenster seiner Wohnung sitzenden Bernd M. und zwei vor dem Haus stehenden Männern beobachtet. Sie gab an, dass dieses von einer weiteren Zeugin beobachtet worden sei. Diese Zeugin sucht die Polizei nun.

Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamts hatten Anfang August im Mittellandkanal einen grausigen Fund gemacht. In mehreren Müllbeuteln verpackt entdeckten sie Leichenteile. Eine DNA-Analyse brachte wenige Tage später Gewissheit:  Der Tote ist der 70-jährige M, der in Herrenhausen lebte.

Von dem abgetrennten Kopf des Opfers fehlt noch immer jede Spur. Mittlerweile sind sich die Ermittler aber sicher, dass M. am 28. Juli in seiner Wohnung in der Haltenhoffstraße 237 in Herrenhausen getötet wurde. „Dort haben wir bei der Spurensuche Blutanhaftungen gefunden, die wir dem Opfer zuordnen konnten“, sagt Staatsanwältin Anna Tafelski. Ob die Wohnung nach dem Mord von Tätern gereinigt wurde, wollte sie nicht sagen.

Die Polizei hat Fotos von Bernd M. veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

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Zwar sind bei der Mordkommission "Kanal" mehr als 100 Hinweise eingegangen, eine heiße Spur haben die Ermittler bisher nicht. Weitere Hinweise können unter Telefon (0511) 109-5555 gemeldet werden. Es ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.

Jeden Monat ein Mord in Hannover

Der Mord an Bernd M. war das achte Tötungsdelikt in diesem Jahr in Hannover. Insgesamt kamen in den ersten neun Monaten des Jahres mehr Menschen gewaltsam ums Leben als in den zwölf Monaten des Vorjahres. Für das Jahr 2015 verzeichnet die Polizei in ihrer Statistik neun Tötungsdelikte - jeden Monat eines. Im gesamten vergangenen Jahr starben acht Menschen in Hannover einen gewaltsamen Tod.  Das ist die höchste Zahl seit 2007.

Von den neun Morden sind sieben entweder geklärt und das Gerichtsverfahren ist bereits abgeschlossen oder es besteht zumindest dringender Tatverdacht gegen einen konkrete Person. Lediglich in den jüngsten beiden Fällen stehen echte Durchbrüche noch aus: Beim Mord an Bernd M. und beim Tötungsdelikt Anfang September in Bothfeld,  bei dem der obdachlose Aleksandrs B., genannt „Malutki“, erschlagen worden war.

sbü/frs/tm/jki

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