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Wer stiehlt die Schwaneneier in Hannover-Stöcken?

Nesträuber auf Friedhof Wer stiehlt die Schwaneneier in Hannover-Stöcken?

Neun Eier hatte das Schwanenpaar vom Stöckener Friedhof in Hannover im vergangenen Jahr bebrütet. Diese Saison dagegen wird es ohne Nachwuchs bleiben. Nesträuber haben das Gelege der weißen Vögel heimgesucht. Und bei Tierfreunden gibt es einen schrecklichen Verdacht: Es könnte kein Fuchs oder Marder gewesen sein, sondern ein Mensch.

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Schwäne errichten ihre Nester aus Wasserpflanzen, Gräsern und Zweigen und nutzen es über mehrere Jahre immer wieder.

Quelle: Symbolbild

Hannover. Tierliebhaber haben eine Belohnung über inzwischen 500 Euro ausgesetzt, die Stadt hat Anzeige erstattet, die Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Der Stöckener Friedhof ist einer der schönsten hannoverschen Stadtfriedhöfe, seine weitläufige Parkanlage lädt Spaziergänger und Naturliebhaber zum Verweilen ein. Auch Wassertiere gibt es dort am großen See mit seiner Holzbrücke reichlich – wobei regelmäßige Besucher wie etwa das Ehepaar Kulawig sagen, dass die Zahl der Enten und Blesshühner spürbar rückläufig ist. Auch ist nicht vergessen, dass im vergangenen Jahr ein Tierquäler einen Schwan so verletzt haben soll, dass dem Tier ein Auge fehlt. Und jetzt die Sache mit dem Nesträuber.

Vier Eier und vier frisch geschlüpfte Küken waren im Nest am Rande des großen Sees, bis es kürzlich eines Morgens leer geräumt war. Die Tatsache, dass sowohl der geschlüpfte Nachwuchs als auch die vier Schwaneneier verschwunden sind, lässt nach Ansicht der Tierfreunde weniger auf ein Raubtier als auf Menschen schließen. Zudem sei das Nest „zu sorgfältig und vorsichtig ausgeräumt“ worden, argumentieren Kordula und Wolfgang Kulawig. Die Eier selbst gelten manchen Menschen als Delikatesse, auch werden sie von kunstvollen Händen gerne angemalt und verkauft – doch im weitgehend bebrüteten Zustand dürften sie wertlos sein.

Naturschützer Karl-Heinz Hillmann hat zudem registriert, dass der Weg zum Nest – er führt durch einen Rhododendrenpark – von abgeknickten Zweigen gesäumt ist: „Das war kein Raubtier, das war ein Mensch“, sagt er.
Zunächst hatte das Ehepaar Kulawig eine Belohnung von 200 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zum Ergreifen des Täters führen. Jetzt hat eine Buchholzerin den Betrag auf 500 Euro aufgestockt.

In der Friedhofsverwaltung will sich Sprecher Klaus Helmer zwar nicht auf einen Menschen als Täter festlegen, bestätigt aber, dass die Stadt jetzt Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet hat. „Wir sind sehr verärgert, dass das Gelege geleert ist“, sagt er: „Das Schwanenpärchen lebt dort seit vielen Jahren.“ Im Stöckener Polizeikommissariat ist ein Ermittlungsverfahren aufgenommen worden – Ausgang ungewiss. Wer Hinweise geben kann, soll sich unter Telefon 0511-1093815 melden.

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Anwältin eingeschaltet
Foto: Das Ehepaar Kulawig kämpft für die Schwäne.

Das Schicksal des Schwanenpaars vom Stöckener Friedhof lässt einige Hannoveraner nicht los. Das Ehepaar Kordula und Wolfgang Kulawig aus der List hat jetzt sogar eine Anwältin eingeschaltet.

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