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Werder-Fan nach Randale in Hannover verurteilt

Angriff auf Polizisten am Hauptbahnhof Werder-Fan nach Randale in Hannover verurteilt

Das Amtsgericht Hannover hat einen 22-jährigen Bremer Fußballfan zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er soll im November am Hauptbahnhof mit einem Feuerlöscher mehrere Polizisten verletzt haben.

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Ein Werder-Fan ist vom Amtsgericht vegen Randale am Hauptbahnhof Hannover verurteilt worden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Nach massiven Ausschreitungen von Ultras am 21. November 2015 am Hauptbahnhof Hannover hat das Amtsgericht einen Bremer Fußballfan zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten mit dreijähriger Bewährungszeit sowie einer Geldauflage von 1200 Euro verurteilt. Der 22-Jährige soll mit einem Feuerlöscher auf Bundespolizisten losgegangen sein und sechs Beamte verletzt haben. Anlässlich der Ausschreitungen wurde zudem eine Vielzahl von Strafbefehlen gegen sogenannte "Schwarzfahrer" von bis zu 900 Euro erlassen. Weitere Urteile gegen Werderfans werden erwartet.

Randalierer greifen Polizisten in Hannover an

Am 21. November wurden die Fans auf der Fahrt zum Spiel nach Wolfsburg vorzeitig im Hauptbahnhof Hannover gestoppt, weil sie ohne Zugtickets unterwegs waren und randaliert hatten. Hier griffen rund 160 Randalierer Bundespolizisten an, warfen mit Flaschen und Mülleimern. Weil mehrere Fans in den Gleisbereich stiegen, musste der Bahnverkehr aus Sicherheitsgründen eingestellt werden: Neun Züge fielen aus. Dazu gab es sechs Teilausfälle und weitere vier Züge hatten hohe Verspätungen. Betroffen waren 6000 Bahnreisende.

Strafe soll Ultras zur Einsicht bringen

Im November 2015 hatte die Bundespolizei zusammen mit der Deutschen Bahn bei einer Pressekonferenz über massive Ausschreitungen Bremer Fans berichtet. Ein Video, in dem unter anderem der verurteilte 22-Jährige bei seinem Angriff zu sehen ist, wurde in mehreren Fernsehberichten ausgestrahlt. "Gewalttätige Fans haben ihn bejubelt, nun muss ein junger Mann die Konsequenzen tragen", sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Martin Kuhlmann. "Wir hoffen, dass ihn die ausgesprochene Strafe zur Einsicht bringt, sich von gewalttätigen Fußballfans zu distanzieren."

Der 22-Jährige müsse außerdem mit hohen zivilrechtlichen Forderungen der Bahn rechnen. "Dieses Urteil beweist, dass die vermeintliche Anonymität einer Gruppe nicht vor Strafe schützt", so Kuhlmann weiter. Die Bundespolizei werde alles dafür tun, Randalierer unter den Fußballfans strafrechtlich zu verfolgen. So schütze man zugleich die vielen friedlichen Fans und unbeteiligte Fahrgäste.

iro

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