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Hannover ist für Westernhagen ein Heimspiel

11.500 begeisterte Fans in der TUI-Arena Hannover ist für Westernhagen ein Heimspiel

Hannover ist Westernhagen-Stadt. 11500 Fans haben den Sänger am Sonnabendabend live erlebt und gefeiert. Damit war die Tui-Arena nahezu ausverkauft. Am Ende sangen alle gemeinsam „Johnny W.“

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Die Fans können alle Lieder von Westernhagen mitsingen.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. In Hamburg, beim Tourneeauftakt, kamen zwei Tage zuvor nur 9000 Zuschauer. Sein aktuelles 19. Album „Alphatier“ stellte der 66-Jährige bereits im vergangenen Jahr im Capitol vor, gewissermaßen im kleinen Kreis. Er spielte es komplett am Stück. Erst danach rückte er doch noch ein paar Hits raus. Das ist jetzt anders. Westenhagen bietet viele seiner Fetenhits: „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ und „Mit 18“, „Willenlos“ und „Sexy“. Doch „Alphatier“-Songs wie „Clown“, „Engel, ich weiß ...“ und „Oh, Herr“ geben den schroffen, ziemlich düsteren Ton vor für seine Best-of-Stücke.

11.500 Fans feiern Marius Müller-Westernhagen und seine Band in der TUI-Arena.

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Seine amerikanische Bluesrockband, allen voran die beiden Gitarristen Brad Rice und Kevin Cents, scheinen ihren Frontmann zu erden. Er spricht wenig, nutzt die Bühne aber für politische Botschaften: Mit  „Liebe (Um der Freiheit willen)“ etwa erinnert er an den Arabischen Frühling und daran, dass die Sehnsucht nach Demokratie vielen Menschen in Syrien, Libyen und Ägypten vor allem Gewalt gebracht hat. Die immer kriegerischer und komplizierter erscheinende Welt beschreibt er in „Lichterloh“.

Der Künstler lässt Schreckensbilder aus Krisenregionen auf den Bühnenhintergrund projizieren. Vielleicht stört das einige im Publikum, die eine bonbonbunte Westenhagen-Party erwartet, so wie früher. Doch Stören, genau das ist wohl Westernhagens Absicht. Er scheint ansingen zu wollen gegen Desinteresse und Bequemlichkeit.

Am Ende stehen fast alle der 11.500, jubeln ihm zu. „Wenn ihr so weiter macht, wird es mir schwer fallen, irgendwann mal aufzuhören“, sagt er sichtlich gerührt. Dann singen alle gemeinsam „Johnny W.“

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