Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Wetter-Wende rettet den Freibädern den Sommer

Endlich Sonne satt Wetter-Wende rettet den Freibädern den Sommer

Der August war nicht sehr badetauglich – bis jetzt. Seit Mittwoch lacht die Sonne über Hannover und lockt mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke die Besucher in Strömen in die Freibäder. Noch bis Sonntag soll es in Hannover bestes Badewetter geben.

Voriger Artikel
Fußballer verletzt sich – Stadt muss zahlen
Nächster Artikel
Wenn das Geld nicht für die Einschulung reicht

Im Ricklinger Bad können sich Hannoveraner an diesen heißen Tagen abkühlen.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Hannover. Sergej Federov reicht ein Wort für den gestrigen Tag: „Super!“ Der Schichtleiter des Lister Bades freute sich riesig über den Zulauf in dem städtischen Freibad. 4000 sonnenhungrige Gäste waren es unterm Strich - und das entspricht in etwa dem Wert eines gut besuchten Ferientages. Am Mittwoch aber, an einem ganz normalen Werktag, lag das schon deutlich über den Erwartungen. „Die Leute sind einfach froh, dass wir endlich richtig Sommer haben“, sagt Federov bei Temperaturen von 35 Grad im Halbschatten. Und nicht nur im Lister Bad hofft man, dass die am Mittwoch gestartete, sehnlichst erwartete Schönwetterphase noch möglichst lange anhält.

Die Sonne lacht, keine Wolke am Himmel: Der Sommer ist endlich wieder in Norddeutschland angekommen. Bei 31 Grad Celsius genießen die Hannoveraner die Sonnenstrahlen - im Freibad, im Park oder am Maschsee.

Zur Bildergalerie

Bisher hatte der August den Betreibern der hannoverschen Freibäder schlechte Laune gemacht. Vor allem die privaten Betreiber, die zwar Zuschüsse von der Stadt bekommen, den Großteil ihres Budgets aber selbst erwirtschaften müssen, sahen ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten auf sich zukommen. Wie das Ricklinger Bad des SV Aegir. Vor dem Wetterumschwung waren in diesem Monat erst 5000 Besucher gekommen. „Ein historischer Tiefstand seit 2005 und ein dramatisch niedriger Wert“, sagt Gerd Weßling, Vorsitzender des Betreibervereins. Zum Vergleich: Im August 2015 waren es 24 300 Gäste. Doch der gestrige Tag hat Weßling etwas versöhnlicher gestimmt. 1400 Kunden passierten die Kasse des Freibades „Das ist ein guter Neustart nach so einer langen Durststrecke“, meint der Badchef.

Horst Schröder vom Annabad in Kleefeld bleibt gelassener. „Ich mache das im 21. Jahr, und es gab schon schlechtere Sommer“, konstatiert der Leiter des vom Polizeisportverein geführten Freibades. Bis dato kamen in der Saison 105 000 Besucher zum Schwimmen - 135 000 sind ein guter Durchschnitt. Halte sich das Wetter wie angekündigt, lasse sich der Rückstand aber bis zum Ende der Saison aufholen, sagt Schröder.

Auch Stadtsprecher Udo Möller zieht eine „Zwischenbilanz, die im Moment gar nicht so schlecht aussieht“. Bis Ende Juli habe es im Lister Bad mit 73 374 Gästen gegenüber 2015 noch ein Plus gegeben. Zahlen aus dem „nicht so badetauglichen“ August liegen Möller allerdings noch nicht vor. „Doch die Saison läuft ja bis zum 18. September.“

n Blaualgen: Die Region hält ihre wegen Blaualgen ausgesprochene Badewarnung im Steinhuder Meer aufrecht. Sie gilt für den Mardorfer Badestrand Weiße Düne und die Badeinsel Steinhude.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Am Annabad
Foto: Klemmte unterm Scheibenwischer: Die Verwaltung fordert zur Zahlung eines Bußgeldes von 25 Euro auf.

Am Annateich neben dem Bahndamm darf man parken – das zumindest nahmen Besucher des Annabades an. Jetzt sollen die Falschparker ein Bußgeld zahlen.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Von Singapur nach Hannover: Journalistin Sophie Mühlmann

Sophie Mühlmann hat 13 Jahre lang als Asienkorrespondentin in Singapur verbracht. Von dort aus bereiste und beschrieb sie die riesige Region zwischen Afghanistan, Ozeanien und Nordkorea. Zuvor war sie für den ARD-Hörfunk mehrmals als Korrespondentenvertretung und „Feuerwehr-Reporterin“ in China im Einsatz. Seit dem vergangenen Sommer ist sie nun Neu-Hannoveranerin.