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Aus der Stadt Wetter-Wende rettet den Freibädern den Sommer
Hannover Aus der Stadt Wetter-Wende rettet den Freibädern den Sommer
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00:15 27.08.2016
Von Juliane Kaune
Im Ricklinger Bad können sich Hannoveraner an diesen heißen Tagen abkühlen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Sergej Federov reicht ein Wort für den gestrigen Tag: „Super!“ Der Schichtleiter des Lister Bades freute sich riesig über den Zulauf in dem städtischen Freibad. 4000 sonnenhungrige Gäste waren es unterm Strich - und das entspricht in etwa dem Wert eines gut besuchten Ferientages. Am Mittwoch aber, an einem ganz normalen Werktag, lag das schon deutlich über den Erwartungen. „Die Leute sind einfach froh, dass wir endlich richtig Sommer haben“, sagt Federov bei Temperaturen von 35 Grad im Halbschatten. Und nicht nur im Lister Bad hofft man, dass die am Mittwoch gestartete, sehnlichst erwartete Schönwetterphase noch möglichst lange anhält.

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Die Sonne lacht, keine Wolke am Himmel: Der Sommer ist endlich wieder in Norddeutschland angekommen. Bei 31 Grad Celsius genießen die Hannoveraner die Sonnenstrahlen - im Freibad, im Park oder am Maschsee.

Bisher hatte der August den Betreibern der hannoverschen Freibäder schlechte Laune gemacht. Vor allem die privaten Betreiber, die zwar Zuschüsse von der Stadt bekommen, den Großteil ihres Budgets aber selbst erwirtschaften müssen, sahen ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten auf sich zukommen. Wie das Ricklinger Bad des SV Aegir. Vor dem Wetterumschwung waren in diesem Monat erst 5000 Besucher gekommen. „Ein historischer Tiefstand seit 2005 und ein dramatisch niedriger Wert“, sagt Gerd Weßling, Vorsitzender des Betreibervereins. Zum Vergleich: Im August 2015 waren es 24 300 Gäste. Doch der gestrige Tag hat Weßling etwas versöhnlicher gestimmt. 1400 Kunden passierten die Kasse des Freibades „Das ist ein guter Neustart nach so einer langen Durststrecke“, meint der Badchef.

Horst Schröder vom Annabad in Kleefeld bleibt gelassener. „Ich mache das im 21. Jahr, und es gab schon schlechtere Sommer“, konstatiert der Leiter des vom Polizeisportverein geführten Freibades. Bis dato kamen in der Saison 105 000 Besucher zum Schwimmen - 135 000 sind ein guter Durchschnitt. Halte sich das Wetter wie angekündigt, lasse sich der Rückstand aber bis zum Ende der Saison aufholen, sagt Schröder.

Auch Stadtsprecher Udo Möller zieht eine „Zwischenbilanz, die im Moment gar nicht so schlecht aussieht“. Bis Ende Juli habe es im Lister Bad mit 73 374 Gästen gegenüber 2015 noch ein Plus gegeben. Zahlen aus dem „nicht so badetauglichen“ August liegen Möller allerdings noch nicht vor. „Doch die Saison läuft ja bis zum 18. September.“

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