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Aus der Stadt Das sind die Aussichten für den Juni
Hannover Aus der Stadt Das sind die Aussichten für den Juni
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00:43 03.06.2018
Bei Sehnde springt ein junger Mann in einen Badesee. Quelle: dpa
Hannover

Erst der heißeste April seit Beginn der Wetteraufzeichnung, jetzt der heißeste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnung und auch der Juni beginnt sehr heiß. Wenn Meteorologe Kent Heinemann vom Institut für Wetter- und Klimakunde in Hamburg auf die Vorhersage für Hannover in den nächsten Tagen blickt, ist keine grundsätzliche Änderung des Wetters in Sicht. Zwar wird es voraussichtlich bis zum Sonnabend in der Region Hannover zunehmend gewittrig. Aber ob es in einzelnen Orten der Region tatsächlich auch Gewitter oder sogar Unwetter, wie in anderen Landesteilen, geben kann, ist nicht vorhersagbar. Das Potential sei auf jedenfalls vorhanden, meint Heinemann.

Ab Sonntag oder Montag nimmt die Gewittertätigkeit wieder ab, dann herrscht in der Landeshauptstadt und im Umland erneut bestes Sommerwetter, mit Höchsttemperaturen, die auch wieder um die 30 Grad liegen können. Grund dafür ist ein neues Hochdruckgebiet, das trockene Luft von der Ostsee zu uns fließen lässt. Und diese Luft erwärmt sich durch die hochstehende Sonne gut, berichtet Heinemann. Und ein Ende dieser neuen Schönwetterperiode sei erst einmal nicht in Sicht, sagt der Meteorologe.

Deshalb könne er Kleingärtnern und Landwirten auch zunächst keine Hoffnung auf einen ergiebigen Landregen in den nächsten Tagen machen. „Gewitterschauer bringen nichts, sie schaden der Vegetation eher“, sagt Heinemann. Derzeit sei nicht absehbar, dass anhaltende, seichte Regenfälle den trockenen Pflanzen helfen könnten.

Den am Donnerstag zu Ende gehenden Mai bezeichnet Heinemann für Norddeutschland und für Hannover als „Monat der Superlative“. In Hannover war der Mai mit einer Durchschnittstemperatur von 16,5 Grad der wärmste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Und es gibt weitere Extreme: Es gab in Hannover drei Tage mit Temperaturen von über 30 Grad, von den Meteorologen als heiße Tage bezeichnet. Und die Meteorologen verzeichneten elf sogenannte Sommertage, an denen jeweils mehr als 25 Grad gemessen wurde. Aus statistischer Sicht hat der Sommer schon einen Teil des Solls erfüllt. Die heißen Tage und die Sommertage sind schon fast die Hälfte der Tage, die es üblicherweise im ganzen Sommer gibt.

Den Donnerstag mitgezählt, wird Hannover für den Mai auf rund 300 Sonnenstunden kommen, das ist über 140 Prozent mehr, als im Durchschnitt. Und auch die Trockenheit ist außergewöhnlich. Am Flughafen fielen bis Donnerstagabend insgesamt 10 Liter. Das entspricht nur 10 Prozent der durchschnittlichen Menge.

Angst vor einem schlechten Sommer müsse jetzt aber trotz des guten Frühjahrswetter niemand haben, meinen die Meteorologen. Denn das Wetter entwickele sich immer wieder neu und immer wieder anders.

Von Mathias Klein

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