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Widerstand gegen Abschaffung der Notrufsäulen

Geplanter Rückbau im S-Bahnnetz Widerstand gegen Abschaffung der Notrufsäulen

Die Pläne der Bahn, auf den Stationen im hannoverschen S-Bahn-Netz künftig auf Videoüberwachung und Notrufsäulen zu verzichten, stoßen auf breite Ablehnung. Der Schritt sei „aus Fahrgastsicht nicht zu begrüßen“, sagt etwa Björn Gryschka vom Fahrgastverband Pro Bahn.

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„Abbau von Service und Sicherheit“: Notrufsäule auf einem Bahnsteig.

Quelle: Behrens

Hannover. Beide Einrichtungen gewährten nicht nur im Ernstfall Sicherheit, sondern steigerten das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste. „Ganz generell kann es kein Zuviel an Sicherheit geben“, sagt Gryschka.

Wie berichtet, will die Bahn in Zukunft auf jenen Bahnhöfen, auf denen es die Sicherheitseinrichtungen bisher nicht gibt, auch keine mehr installieren. Die Bestehenden will die Bahn nur so lange betreiben, bis sie nicht mehr funktionsfähig sind. Insgesamt gibt es auf 56 der 74 Bahnhöfe entsprechende Anlagen. Einzige Ausnahme ist wegen besonderer Gefahrenlage der Hauptbahnhof Hannover.

Das Unternehmen begründet das mit schärferen Datenschutzregeln. Außerdem sieht die Bahn „weder aus betrieblicher Sicht noch zur Gefahrenabwehr“ eine Notwendigkeit für die Geräte. Die Mehrzahl der Fahrgäste verfüge ohnehin über ein Handy.

Die Region sieht das dezidiert anders. Zum einen habe nicht jeder Bahnreisende ein Handy, zum anderen wüssten Handynutzer im Ernstfall nicht immer, wo sie anrufen müssen.

Auch SPD-Verkehrspolitiker Stefan Müller sieht in der geplanten Maßnahme einen „Abbau von Service und Sicherheit“. Die Anlagen erhöhten die subjektive Sicherheit der Fahrgäste. „Im Umland wird das wahrscheinlich noch weit dringender gebraucht als am Hauptbahnhof“, sagt Müller. „Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, dass es noch Notrufsäulen gibt.“ Die Säulen selbst zu betreiben allerdings würde die Region überfordern, sagt Müller. „Das kostet ja schließlich alles Geld.“

Müller rät dagegen, zu prüfen, ob die Bahn die Maßnahme bundesweit durchführen wolle. In dem Fall sei ein Weg, über den Bundestag Einfluss auf das Unternehmen zu nehmen. „Schließlich handelt es sich immer noch um einen Staatskonzern.

„Die Maßnahmen sind eine Unverschämtheit“, sagt CDU-Verkehrspolitiker Eberhard Wicke. Videoüberwachung auf Bahnhöfen sei nach wie vor nötig - ob einem das gefalle oder nicht.

Von Bernd Haase und Felix Harbart

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