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Wie geht's weiter mit der TUI-Arena?
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Weggang der Eishockeyprofis Wie geht's weiter mit der TUI-Arena?

Im Juli kommt Rihanna, die Karten für Depeche Mode im Spätherbst sind schon ausverkauft. Die TUI Arena wird auch in diesem Jahr wieder große und eindrucksvolle Konzerte bieten – allein: Es sind zu wenig. Mit dem Weggang der Eishockeyprofis fehlen etwa 30 Veranstaltungen, die zwar strukturell defizitär waren, aber zur Belebung der Halle beigetragen haben.

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Ohne Eishockey dürfte es leer werden in der TUI Arena. Gibt es einen Neustart mit Eishockey in der Soccio-Hall?

Quelle: dpa

Hannover.  Die Arena an der Expo-Plaza, unter der neuen Geschäftsführung gerade von den roten in die schwarzen Zahlen manövriert, braucht Innovationen, wenn sie im Veranstaltungsgeschäft bestehen will. Firmenevents, Shows, Musicals, Sportereignisse – ein Insider nennt eine Vielzahl von Veranstaltungen, die denkbar sind. „Aber die Betreiber müssen jetzt ernsthaft in die Akquise investieren“, sagt er.

Das Lamentieren über wirtschaftliche Probleme der TUI Arena (egal unter welchem Namen) ist so alt wie die Halle selbst. Tatsächlich hatte der Bauunternehmer Günter Papenburg wohl in der Euphorie der Vor-Expo-Zeit die Nachfrage solch einer Halle überschätzt, hatte aber auch darauf vertraut, dass andere Partner einsteigen – und war alleingelassen worden. Mit seinem Auslastungsproblem in der 14 000 Plätze fassenden Halle indessen steht er nicht allein: Auch in zahlreichen anderen Städten von der Größe Hannovers sind derartige Hallen Zuschussgeschäfte. Meist zahlen die Kommunen drauf, das aber hat Hannover stets kategorisch ausgeschlossen. Dass die Region 2007 auch noch 2,5 Millionen Euro Genussscheineinlagen (vertragsgemäß) zurückgefordert hat, hat Papenburg stark gewurmt.

Inzwischen sehen die Betreiber „den wirtschaftlichen Betrieb ernsthaft gefährdet“. Der Schuldige aus ihrer Sicht: die Messe AG. Die baut in der Nachbarschaft eine Multifunktionshalle für 12 000 Besucher. Damit trete sie „mit der TUI Arena in Wettbewerb“, was „auf größtes Unverständnis“ stoße, ließ Papenburg gestern verlesen. Bei der Messe allerdings weist man darauf hin, dass es sich um eine Mehrzweckmessehalle handele, keine Multifunktionsarena. Wenn man der TUI Arena mit Konzerten Konkurrenz machen wolle, hätte man das schon lange etwa mit Halle 2 machen können. An dem Geschäftsfeld aber gebe es kein Interesse.

Seit zwei Jahren ist der neue Geschäftsführer Peter Heintel im Job, der 47-Jährige hat die Zielmarke von 100 Veranstaltungen im Jahr ausgegeben. Das Ziel wird nun ohne Eishockeyspiele wohl nicht erreicht.

Neustart in der Soccio-Hall?

Ebenso offen wie die sportliche Zukunft der Hannover Scorpions ist die Frage nach deren Spielstätte. Die TUI Arena, in der der Eishockeyklub bisher seine Heimpartien ausgetragen hat, kommt nicht infrage: zu groß und auch viel zu teuer. Der Vertrag mit der Arena GmbH wurde bereits gekündigt. In Hannover und Umgebung gibt es außerdem drei Eishallen, auch wenn Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth noch scherzhaft den Maschsee mit aufzählte. Das Eisstadion am Pferdeturm, die Heimat des großen innerstädtischen Rivalen Indians, scheidet wahrscheinlich ebenso aus wie das Icehouse in Mellendorf. Dort liegen zwar die Wurzeln der Scorpions, dort hat Jochen Haselbacher als Präsident des ESC Wedemark einst das Produkt Hannover Scorpions geschaffen. Doch eine Rückkehr scheint ausgeschlossen. „Ein Umzug in die Wedemark würde der Familie Haselbacher kaum schmecken“, sagte Stichnoth dann auch.

Bleibt die Soccio-Hall in Langenhagen, die 2008 von Scorpions-Legende Len Soccio eröffnet wurde und sich seit 2009 im Insolvenzverfahren befindet. „Es gibt bereits Gespräche“, sagte der Sportdirektor. Günter Papenburg, der bisherige Klubeigner, hat schon vor einigen Wochen Kontakt zur Stadt Langenhagen und dem Insolvenzverwalter aufgenommen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber sie steht wohl unmittelbar bevor – spätestens dann, wenn man sich finanziell geeinigt hat.

gru

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