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Wie können Hannovers Autobahnen sicherer werden?

Vier Unfälle in sechs Tagen Wie können Hannovers Autobahnen sicherer werden?

Der Unfall auf der A7 am Sonnabend war bereits der vierte Autobahnunfall in Hannover innerhalb von sechs Tagen. Björn Thümler, CDU-Fraktionschef im Landtag, kritisiert nun Verkehrsminister Lies. Sein Vorgehen sei "geradezu fahrlässig".

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Bei dem Unfall am Sonnabend auf der A 7 wird der Fahrer eines Renault eingeklemmt.

Quelle: Elsner

Hannover. Bei einem Unfall auf der A 7 zwischen der Anschlussstelle Anderten und dem Autobahnkreuz Hannover-Ost ist am Sonnabend ein 38 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Er war gegen 4.45 Uhr mit einem Renault Master in Richtung Hamburg unterwegs, als er etwa einen Kilometer hinter der Anschlussstelle Anderten aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Transporter verlor. Dadurch zog das Fahrzeug zunächst nach rechts auf den Standstreifen der Autobahn und fuhr anschließend auf das Heck des Sattelaufliegers auf, der vor ihm fuhr. Anschließend schleuderte der Renault über die gesamte Autobahn sowie gegen die Mittelschutzplanke, bevor er auf der linken Spur zum Stehen kam.

Bei dem Unfall wurde der Renault so stark beschädigt, dass der Fahrer darin eingeklemmt und schwer verletzt wurde. Die Feuerwehr musste ihn aus dem Auto befreien. Der 54 Jahre alte Fahrer des Lastwagens erlitt einen Schock. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 20.000 Euro. Es war der vierte schwere Unfall auf einer Autobahn in der Region in den vergangenen sechs Tagen

Ein Mann ist bei einem Unfall auf der A7 bei einem Auffahrunfall in seinem Wagen eingeklemmt worden. Die Rettunskräfte befreiten den Mann aus dem Auto.

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Die CDU hatte das Verkehrsministerium schon kurz nach den drei verheerenden Unfällen auf der A 2 und der A 7 kritisiert, bei denen vier Personen schwer verletzt wurden und in deren Folge Kilometer lange Staus den Verkehr lahmlegten. „Verkehrsminister Lies muss endlich für mehr Sicherheit auf Niedersachsens Problem-Autobahn 2 sorgen“, forderte Björn Thümler, Fraktionschef der CDU im Landtag, schon Ende vergangener Woche. Nun legt er bei seiner Kritik nach. Ihn stört, dass das Verkehrsministerium konkrete Vorschläge des Chefs des Hemminger Unternehmens B.A.S. offenbar ignoriert.

Erst vor knapp einer Woche hatte Werner Sporleder selbst einen Brief an den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) geschrieben, in dem er sich über Lies beschwert hatte. „Wir haben dem Verkehrsminister angeboten, dass wir ihm zwischen 100 und 200 digitale Verkehrstafeln kostenlos zur Verfügung stellen, mit denen es möglich ist, den Verkehr auf der A 2 an mehreren Stellen zwischen Brandenburg und Nordrhein-Westfalen über andere Strecken umzuleiten“, sagt Sporleder. Damit könne eine Entlastung der A 2 erreicht werden, auf der derzeit allein im Verantwortlichkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover an sechs Stellen gebaut wird. Nur die Aufstellung der elektronischen Schilder hätte das Ministerium bezahlen müssen. Die Pläne für die konkreten Umleitungen habe er Lies bereits vor mehr als einem Jahr zugeschickt. „Eine Rückmeldung habe ich bis heute nicht“, sagt Sporleder.

„Das stimmt so nicht“, sagt Ministeriumssprecher Stefan Wittke. Man habe den Vorschlag aus Hemmingen genau geprüft, sei aber zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Umsetzung nicht zielführend sei. „Sie können Lastwagenfahrer nicht dazu bringen, einen Umweg von mehr als 80 Kilometern zu fahren“, sagt Wittke. Auch mit seinem Vorschlag, mit digitalen Verkehrstafeln Autofahrer früher vor Staus zu warnen und darauf hinzuweisen, eine Rettungsgasse zu bilden, hatte Sporleder keinen Erfolg bei der Landesregierung. Sehr zum Unmut der CDU.

„Es ist geradezu fahrlässig, dass Minister Lies die innovativen Verkehrslenkungssysteme, die sich offenbar in anderen Bundesländern bewährt haben, konsequent ignoriert“, sagt Thümler. „Wir brauchen dringend mobile Anlagen, die Staus schon bei der Entstehung erfassen und die Autofahrer aktuell über Geschwindigkeiten und Staulänge informieren.“

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