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Aus der Stadt Wieder mal vereint: Fury in the Slaughterhouse
Hannover Aus der Stadt Wieder mal vereint: Fury in the Slaughterhouse
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00:15 14.03.2016
Von Uwe Janssen
Won’t forget this day: Die Expo-Plaza beim ersten Fury-„Klassentreffen“ am 8. Juni 2013. Quelle: Archiv
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Hannover

Es war ein Rausch. Vor allem einer der Erinnerungen: Als Fury in the Slaughterhouse im Juni 2013 zum „Klassentreffen“ auf die Expo-Plaza einlud, kamen 25.000 Fans und feierten die sechs da vorn, sich selbst und eine gemeinsame Vergangenheit. Klar war, dass es eine einmalige Wiedervereinigung der 2008 aufgelösten hannoverschen Rockband war, ohne Tournee und neue Musik. Klar war aber auch, dass eine Wiederholung nicht ausgeschlossen ist. Nun steht es fest: Am 10. März 2017 werden Kai und Thorsten Wingenfelder, Christof Stein-Schneider, Rainer Schumann, Gero Drnek und Christian Decker wieder auf die Bühne gehen, wieder auf dem Expo-Gelände, diesmal aber in der Tui-Arena. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn ein Jubiläum hängt 30 Jahre nach Bandgründung auch noch dran.

Quelle: dpa

Die Idee zur Neuauflage des „Klassentreffens“ hatte einer, der die Umsetzung selbst nicht mehr erlebt: Wolfgang Besemer. Der 2014 viel zu früh verstorbene Konzertmanager von Hannover Concerts hatte sich mit den Furys zusammengesetzt und weitergedacht. „Er schlug vor, das Konzert von 2013 nicht zu wiederholen, aber wieder etwas zu machen“, sagt Thorsten Wingenfelder, „das Konzert werden wir auch im Gedenken an Wolfgang spielen.“
Dabei hat das Massenspektakel auf der Expo-Plaza natürlich reichlich Argumente für eine erneute Wiederbelebung der grundsätzlich stillgelegten Band geliefert. „Das war eine sehr schöne Sache“, sagt der Gitarrist und untertreibt damit vielleicht ein bisschen.

Tickets

Karten gibt es schon am heutigen Freitag bei einem sogenannten Pre-Sale unter www.haz-ticketshop.de. Später sind die Karten auch in den HAZ-Ticketshops und HAZ-Geschäftsstellen erhältlich.

Was die sechs Musiker im März auf der Bühne machen werden, steht noch in den Sternen, aber „sicher nicht das gleiche Programm wie 2013“. Fest steht hingegen, und das schon seit etwa 30 Jahren, dass Fury in the Slaughterhouse eine exzellente Live-Kapelle ist, die weiß, ohne welche Lieder das Publikum auf keinen Fall nach Hause gehen will. Doch zwischen den alten Erinnerungen ist auch ein neuer Song zu finden, den die Band ihren Fans zum Bandjubiläum geschenkt hat und der deshalb auch ganz programmatisch „Thirty“ heißt. Allerdings wird es auch diesmal kein neues Album geben, sondern wie zuletzt „eine Stadt, eine Band, ein Konzert“. Die Band wird sich nach Wingenfelders Aussage im Februar zum Proben treffen, und nach dem Klassentreffen wird dann jeder wieder sein Ding machen, ob es nun „Wohnraumhelden“ heißt, „Wingenfelder“, „Schumann“ oder „Klang und Leben“.

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Am Sonnabend traten die Rocker von Fury in the Slaughterhouse auf der Expo-Plaza auf. Die vollständig ausverkaufte Show stand unter dem Motto „Eine Stadt, eine Band, ein Konzert“.

Dass die Hütte voll wird, darf man annehmen, etwa halb so viele Zuschauer wie auf der Expo-Plaza werden in der Tui-Arena Platz finden.

Wingenfelder: Tourschluss heute Abend im Capitol

Heimspiel: Sie wohnen längst in Schleswig-Holstein und Köln, doch was das Finale ihrer Tournee anbetrifft, gibt es für Kai und Thorsten Wingenfelder kein Vertun. Hannover muss es sein, genauer noch: das Capitol, der Club, den sie mit ihrer Stammkapelle Fury in the Slaughterhouse einst vier Tage am Stück füllten, da fällt auch schon mal der Begriff „Wohnzimmer“. Nun füllen sie das „Capi“ auch mit ihrem Brüderprojekt Wingenfelder. Heute Abend geht eine monatelange, kräftezehrende Tournee zu Ende. Mit ihrer Stammband haben sie der Republik ihr Deutschrockalbum „Retro“ vorgestellt und Erstaunliches bemerkt: „Die Leute singen fast alles mit“, sagt Thorsten, der jüngere Wingenfelder. „Sogar Elfjährige waren da. Ich dachte vorher: Was wollen die denn hier?“ Als sie seine Lieder sangen, wusste er’s.

Ein paar Erinnerungen an ganz früher wird es auch geben. Es ist ja schließlich ein Heimspiel. Eines, das derzeit größeres Partypotenzial hat als die der „Roten“, die die Wingenfelders immer noch mit Herzblut verfolgen. „Die müssen aufpassen, dass sie wenigstens für die 2. Liga einen guten Kader zusammenstellen, sonst geht es noch weiter abwärts.“ Der Wahlkölner Thorsten verzichtet am Tag nach dem Abschlusskonzert auf den Stadionbesuch beim Spiel seiner 96er gegen Köln. Offizielle Begründung: „Anstrengende Tournee.“
Karten fürs Capitol an der Abendkasse.

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