Auf den verschneiten und teilweise vereisten Autobahnen rund um Hannover legten 35 Unfälle in nur 20 Stunden den Verkehr lahm. Besonders betroffen war die A 2. Am Sonnabendvormittag stauten sich dort die Fahrzeuge in Richtung Berlin zeitweise auf einer Strecke von 30 Kilometern. Die Unfälle verliefen in der Regel glimpflich. Es blieb meist bei Blechschäden.
Der schwerste Unfall ereignete sich in Höhe der Anschlussstelle Bothfeld. Am Sonnabend gegen 9 Uhr hatte der 44-jährige Fahrer eines Kleintransporters auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Er kam nach rechts ab, prallte frontal gegen die Seitenschutzplanke. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Transporter zurück auf die Autobahn geschleudert und kollidierte dort mit dem Anhänger eines Sattelzugs. Der Unfallverursacher erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Die Polizei leitete den Verkehr etwa zwei Stunden lang zweispurig an der Unfallstelle vorbei. Danach normalisierte sich die Lage auf der Autobahn langsam.
Bereits am Freitag war ein Gefahrguttransporter in Höhe des Autobahndreiecks Hannover-Nord verunglückt. Beim Wechseln von der A 7 auf die A 352 kam der 37-jährige Fahrer des mit Aceton, Kunstharzfarbe und Kunststoffen beladenen Gespanns aus Unachtsamkeit von der Fahrbahn ab. Er durchbrach die Schutzplanke und blieb auf einem Rasenstück stehen. Der Unfallverursacher wurde nicht verletzt, die Ladung blieb unbeschädigt. Da die Bergung des Sattelschleppers bis in die Nacht hinein dauerte, kam es auf der Strecke zu Behinderungen.
Auch auf den Straßen der Stadt und der Region war die Polizei aufgrund der Rückkehr des Winters fast pausenlos im Einsatz. Von Freitagnachmittag, 17 Uhr, bis Sonnabend, 15 Uhr, zählten die Beamten 208 Verkehrsunfälle. „An normalen Tagen sind es etwa 100“, sagte Polizeisprecher Thorsten Schiewe.
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