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Aus der Stadt Winterhilfe für Obdachlose beschlossen
Hannover Aus der Stadt Winterhilfe für Obdachlose beschlossen
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10:09 17.08.2010
Von Veronika Thomas
Im vergangenen Winter verstarb der Obdachlose Bert C. am einem Herzinfarkt. Quelle: Christian Elsner

Sein vorrangiges Ziel ist es, Wohnungslose, die Vorbehalte gegen bestehende Hilfsangebote haben, aufzusuchen, sie über Gefahren zu informieren und Hilfen anzubieten. Für das zunächst auf sechs Monate begrenzte Programm stellt die Stadt 25 000 Euro bereit.

Grund für die Initiative war der Tod eines 57-jährigen Obdachlosen, der an einem eisigen Tag im Februar auf der Bank eines Spielplatzes in der Eilenriede gefunden worden war. Die erste Vermutung, der Mann sei erfroren, bestätigte sich später nicht. Der 57-Jährige war an einem Herzinfarkt gestorben. Doch letztlich war der Tod von Bert C. der Grund dafür, die Hilfen für Wohnungslose zu verstärken, die selbst bei Minusgraden im Freien übernachten wollen und Kontakte zu Behörden ablehnen.

Zwei Straßensozialarbeiter mit jeweils einer Viertelstelle von der Selbsthilfe für Wohnungslose (SeWo) und der Zentralen Beratungsstelle, der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werks, werden zwischen Oktober und März Kontakt mit den Betroffenen aufnehmen und Hilfe anbieten. Dazu gehören neben Schlafplätzen in festen Unterkünften auch U-Bahn-Stationen, alternativ gibt es Schlafsäcke, Isomatten, warme Kleidung und bei Bedarf medizinische Versorgung. Die Johanniter-Unfall-Hilfe, die seit 2008 bei länger anhaltendem Frost mit einem „Wärmebus“ im Stadtgebiet unterwegs ist, um Betroffene mit heißem Tee und Decken zu versorgen, erhält jetzt erstmals 4000 Euro, um diese Arbeit weiter anbieten zu können.

Erste Anlaufstellen für die Sozialarbeiter sind der Kontaktladen „Mecki“ und der Tagestreff „Nordbahnhof“, um dort auf das zusätzliche Angebot aufmerksam zu machen und um Aufenthaltsorte von Wohnungslosen zu erfahren. Parkranger, Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten und Kontaktbereichsbeamte sollen ebenfalls mit einbezogen werden.

l Umbau des Lindener Rathauses: Auch die Sozialpolitiker des Rates haben am Montag dem 9,5 Millionen Euro teuren Umbau des Lindener Rathauses zugestimmt. Zuvor war es zu einem Schlagabtausch zwischen Ratsmitgliedern von SPD und CDU gekommen. Grund war ein Zusatzantrag der Linken, die über den Umbau hinaus erneut den Erhalt der Bücherei in Linden Nord forderten. Darüber wollten die CDU-Vertreterinnen jedoch noch einmal in ihrer Fraktion beraten und baten um Vertagung. Gudrun Koch (SPD), der Debatte um dieses Dauerthema offenbar leid, warf der CDU daraufhin vor, sich vor der Verantwortung drücken zu wollen. Der Antrag der Linken wurde ohne die Stimmen der CDU abgelehnt.

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