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Aus der Stadt Wird der Plenarsaal pünktlich fertig?
Hannover Aus der Stadt Wird der Plenarsaal pünktlich fertig?
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00:15 16.08.2016
Von Conrad von Meding
Noch ist der Landtag eine große Baustelle - ob der Plenarsaal im Sommer 2017 eröffnet werden kann, ist unklar. Quelle: Behrens
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Hannover

Busemann hofft, dass das Parlament das Gebäude trotzdem im nächsten Sommer beziehen kann - die Zeitplanung werde jetzt aber kritischer.

Seit Juli 2014 wird der 1962 eröffnete und unter Denkmalschutz stehende Plenarsaal umfassend renoviert. Über die Umgestaltung des Landtags mit seinem maroden Plenarsaal war jahrelang gestritten worden. Bisher geplant ist, dass der neue Plenarsaal im Sommer 2017 fertig ist.

Schon einmal hat es Schwierigkeiten mit einer Baufirma gegeben: Das Unternehmen Natursteine Krause musste Insolvenz anmelden, es war für die riesigen Naturstein-Fassadenplatten zuständig. Das Baumanagement konnte die teuren Elemente sichern, bevor die Firma endgültig pleite ging. Sie wurden zunächst woanders gelagert und sind jetzt wieder montiert.

Jetzt gibt es neuerlichen Ärger. Die für die Lüftungstechnik zuständige Firma sei nicht fristgerecht ihren Verpflichtungen nachgekommen, teilte das zuständige Finanzministerium in einer Erklärung mit. Zunächst habe es Abmahnungen gegeben. Als dann weiterhin kaum Personal auf der Baustelle war, habe man dem Unternehmen den Auftrag entzogen. Unklar ist jetzt, inwieweit die Bestandsaufnahme der geleisteten Arbeiten sowie die Beauftragung einer Nachfolgefirma Auswirkungen auf den Zeit- und Kostenplan hat. Angaben zur Firma und dem entzogenen Auftrag machten die Beteiligten nicht.

Insgesamt sind bisher 52,8 Millionen Euro für die umfassenden Umbauarbeiten veranschlagt - allerdings sind etwa durch Nachbesserungen bei der Außenwandstärke die Sicherheitspuffer in den Budgets bereits angetastet. Es dürfe nicht mehr viel passieren, hatte Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) im Juni beim Baustellenrundgang gesagt.

Um das sanierungsbedürftige Gebäude hatte es ein unwürdiges Gezerre gegeben. Nachdem das Land das Nachkriegsdenkmal lange hatte verkommen lassen, wollte man es abreißen. Erst ein massiver Bürgerprotest konnte das verhindern. Jetzt wird saniert - und das Land spart sogar zweistellige Millionensummen gegenüber einem Neubau.

Das Tauziehen zwischen zwei Unternehmen um die Ausrichtung des diesjährigen Oktoberfestes auf dem Schützenplatz geht weiter und wird immer mehr zu einem juristischen Spezialfall. Noch ist nicht endgültig geklärt, ob die Veranstaltung wie geplant vom 23. September bis zum 9. Oktober über die Bühne gehen kann.

Bernd Haase 16.08.2016

Mehrere hundert Kurden haben am Sonnabend in der Innenstadt demonstriert. Sie fordern Freiheit für den inhaftierten PKK-Chef Abdullah Öcalan. Bis zum frühen Abend zogen sie durch die Stadt. Unter den 700 Demonstranten waren nach Polizeiangaben etwa 110 Teilnehmer aus der linken Szene. An der Oper flogen Böller.

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Der Chef der CDU-Landtagsfraktion, Björn Thümler, hat den Boykott-Aufruf von Anhängern des türkischen Präsidenten Erdogan scharf kritisiert. In einer E-Mail werden Einrichtungen genannt, deren Betreiber angeblich mit Erdogans Erzfeind Fetullah Gülen kooperieren. SPD schließt sich der Kritik an.

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