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Aus der Stadt Wird die Kurt-Schumacher-Straße zur Fußgängerzone?
Hannover Aus der Stadt Wird die Kurt-Schumacher-Straße zur Fußgängerzone?
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00:15 09.10.2017
Von Andreas Schinkel
Gedränge zwischen Bauzäunen: Den Überweg vor der Ernst-August-Galerie empfinden viele Passanten derzeit als gefährlich. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Lange war die Kurt-Schumacher-Straße wegen Bauarbeiten gesperrt, in wenigen Wochen soll die zentrale City-Strecke für den Autoverkehr freigegeben werden. Doch in der Ratspolitik wachsen Zweifel, ob das Verkehrskonzept für die enge Straße aufgeht.

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Die Stadtbahn der Linie 10 hat nach dem Umbau den Regelbetrieb auf der neuen D-Linie aufgenommen.

Nach Informationen der HAZ gibt es im Rathaus einen Plan B, der aus der Schublade geholt wird, sollte sich der Verkehr allzu häufig stauen. Danach könnte die Kurt-Schumacher-Straße zur Fußgängerzone werden. Anlieferverkehr soll allerdings erlaubt bleiben. Außerdem soll eine Querungsmöglichkeit von der Herschelstraße in Richtung Andreaestraße entstehen.

D-Linie

Weitere Informationen zur D-Linie finden Sie hier.

Offiziell geht die Stadtverwaltung davon aus, dass der Plan für die Kurt-Schumacher-Straße funktioniert. Das glaubt auch die für den Umbau zuständige Infrastrukturgesellschaft (Infra). Die Planung zielt darauf ab, dass Stadtbahnen, Busse, Autos und Radler gleichermaßen auf der verengten Fahrbahn Platz finden. Die Straße wird bislang als Einbahnstraße in Richtung Bahnhof konzipiert.

Heftige Regenfälle verzögern Bauarbeiten

Die Ratspolitik ist sich da weniger sicher. „Wir müssen zunächst abwarten“, sagt Grünen-Baupolitikerin Elisabeth Clausen-Muradian. Sie könne sich sehr gut vorstellen, die Kurt-Schumacher-Straße zur Fußgängerzone zu erklären. Damit werde die Straße als Flaniermeile aufgewertet. Ihr Kollege von der FDP, Wilfried Engelke, fordert, dass zuvor die Geschäftsleute auf der Straße gefragt werden, ob sie mit der Idee einverstanden sind.

Die CDU rechnet sogar damit, dass die Straße zur Fußgängerzone wird. „In Spitzenzeiten stand der Verkehr schon vor den Bauarbeiten still“, sagt CDU-Baupolitiker Felix Blaschzyk. Es sei unglücklich, dass jetzt erst ein Praxistest abgewartet werde. Blaschzyk befürchtet, dass die City-Parkhäuser nicht mehr erreichbar seien, falls die Straße für Autos gesperrt wird.

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Jürgen Wendt ist Projektleiter für den Stadtbahnstreckenbau in der City. Er ist froh, dass die Anlieger gutwillig sind – und die freuen sich, dass er sich wirklich Mühe gibt. Ein gemeinsamer Stadtspaziergang entlang der neuen D-Linie.

Wann die Straße für den Verkehr freigegeben wird, kann die Infra noch nicht genau angeben. Die heftigen Regenfälle verzögern die Bauarbeiten. „Es wird Anfang oder Mitte November sein“, sagt Infra-Baumanager Martin Vey. Er hoffe, dass es in den kommenden Wochen keine heftigen Regenfälle mehr gebe.

Bis dahin wird auch die Geduld von Einkaufsbummlern auf die Probe gestellt. Die Ampelkreuzung vor dem Haupteingang der Ernst-August-Galerie dürfte zu den meistgenutzten Überwegen in der City zählen. Auch ohne Baustelle herrscht dort während der Grünphasen Gedränge, doch jetzt werden die Fußgängerströme zwischen Bauzäunen eingekeilt. „Das ist nicht ungefährlich, vor allem mit Kinderwagen“, sagt eine junge Frau.

„Überwege sind gefährlich“

Der Infra sind die Probleme bekannt. „Die Situation ist derzeit schwierig“, sagt Vey. In der Ratspolitik wundert man sich, dass noch nicht über Lösungen nachgedacht wurde, zumal die Bauarbeiten möglicherweise länger dauern. „Die Übergänge wurden schlecht geplant“, sagt FDP-Mann Engelke. Die Grünen haben auch schon einen Vorschlag. „Die Grünphasen für Fußgänger sollten verlängert werden“, sagt Clausen-Muradian. Möglicherweise könne die Ampel vor der Ernst-August-Galerie so geschaltet werden, dass Fußgänger dauerhaft Grün haben, und nur wenn die Stadtbahn anrollt, springt die Ampel auf Rot.

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