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Aus der Stadt Wird die Raschplatz-Hochstraße bald künstlerisch beleuchtet?
Hannover Aus der Stadt Wird die Raschplatz-Hochstraße bald künstlerisch beleuchtet?
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20:47 17.05.2013
Von Andreas Schinkel
Wird die Raschplatz-Hochstraße bald mit LED-Lampen beleuchtet? Oder ist das eine zusätzliche Lichtverschmutzung? Der hannoversche Rat macht sich Gedanken. Quelle: Archiv
Hannover

„Eine Beleuchtung wäre ein guter Weg, weil man die Lichtwirkung immer wieder verändern kann“, sagt SPD-Ratsherr Jürgen Mineur. Ein Anstrich wäre nicht nur sehr teuer, die Farbe müsste regelmäßig aufgefrischt werden. Auch Grünen-Ratsherr Michael Dette kann sich für einen Lichterglanz an der Hochstraße erwärmen. „Allerdings haben die Bürger nur nachts etwas von dem Effekt“, sagt Dette.

Die Hochstraße ist seit Langem marode, sie soll 2014 für 3,5 Millionen Euro saniert werden. Im Zuge der Bauarbeiten, so die Überlegung der Ratspolitik, könnte die Brücke eine neue Anmutung bekommen.

Mit der Abkehr vom Anstrich bekommt die Diskussion eine neue Wende. Der Bezirksrat Mitte hatte noch in seiner Sitzung am Montagabend parteiübergreifend gefordert, „einen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung“ zu organisieren. Ein Künstler sollte gefunden werden, der ein Konzept zur Verschönerung erarbeitet und zusammen mit den Bürgern umsetzt. Doch nach der Sitzung des Bezirksrates stand manchem Kollegen im Rat der Schweiß auf der Stirn. Eine Brücke mit Tausenden von Quadratmetern Fläche, auf der etliche künstlerische Laien den Pinsel schwingen, erschien den Genossen nicht erstrebenswert. Von den hohen Kosten für Gerüste und Farben gar nicht zu reden.

„Auch hat ein Anstrich so seine Tücken“, sagt Grünen-Politiker Dette. Die Farbe dürfe keine Risse verdecken, sonst falle es schwer, den baulichen Zustand der Brücke zu begutachten. „Und wenn tatsächlich eine Art Kunstwerk entsteht, dann können Urheberrechte geltend gemacht werden“, gibt Dette zu Bedenken. Womöglich dürfe die Brücke dann nicht mehr angetastet werden. Die Kosten für eine Pinselaktion sollten nach Ansicht Dettes nicht zu Lasten der Straßensanierung gehen. „Das muss dann aus dem Kulturetat bezahlt werden“, betont er.
Um diese Klippen ganz zu umschiffen, soll der Pinsel jetzt beiseite gelegt – stattdessen rücken Scheinwerfer ins ratspolitische Rampenlicht. Dem Vernehmen nach sind die Stadtwerke Hannover bereits beauftragt, sich um ein Lichtkonzept kümmern.

Doch wie verträgt sich eine Brücke im Scheinwerferlicht mit dem Kampf der SPD gegen die sogenannte Lichtverschmutzung? „Energiesparende LED-Lampen sind hier empfehlenswert“, sagt SPD-Ratsherr Mineur. Zudem sollten die Lichtkegel am Objekt bleiben und nicht den Himmel erleuchten. Zwischen ein Uhr nachts und fünf Uhr morgens könne die Beleuchtung abgeschaltet werden, meint Mineur.

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