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Hannover in Teilen doch besser als Braunschweig

Wirtschaftsdaten Hannover in Teilen doch besser als Braunschweig

Eine Studie über die Wirtschaftsentwicklung von 21 Großstadtregionen hatte Anfang des Jahres Wellen geschlagen, weil in fast allen Aspekten Braunschweig besser dastand als Hannover. Die Regionsverwaltung hat am Donnerstag den Wirtschaftspolitikern die Studie im Detail vorgestellt - und auch viel Positives gefunden.

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Quelle: Archiv/Montage

Hannover. Bei der Beschäftigung etwa entwickelt sich Hannover aktuell spürbar besser als der Großraum Braunschweig, zu dem auch der VW-Standort Wolfsburg gehört. Und beim Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner legt Braunschweig-Stadt (+4,02%) zwar stärker zu als Hannover-Stadt (+2,19) - aber auf deutlich niedrigerem Niveau (Hannover: 57.002 Euro, Braunschweig 42.737 Euro). Fazit des Wissenschaftlers von der Agentur Cima in Sachen Bruttoinlandsprodukt: „Braunschweig ist auf gutem Wege, zu Hannover aufzuschließen.“ Und Dezernent Franz ergänzte am Rande der Sitzung: „Auch in der Fußballtabelle hat sich das Verhältnis von Hannover und Braunschweig ja glücklicherweise wieder umgedreht.“

Spitzenplatz bei Berufsschulen

Die Region Hannover hatte Cima mit der Vergleichsstudie beauftragt, die die Wirtschaftsentwicklung über insgesamt zehn Jahre erfasst. Folgt man dem Ergebnis der Forscher, dann liegt die Region zwar im Bundesvergleich im Mittelfeld, kann aber vor allem bei der Beschäftigungsentwicklung große Fortschritte verzeichnen. Aufgrund aktueller Zahlen der Arbeitsagentur habe sich die Region Hannover „von Platz 19 auf den sechsten Platz nach vorne katapultiert“, sagte Cima-Mitarbeiter Marc Danneberg. 488.000 Menschen seien Ende 2016 sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen - ein Zuwachs um 1,5 Prozent.

Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz räumte ein, dass es trotzdem einen im Bundesvergleich weit überdurchschnittlich hohen Bestand an (Langzeit-)Arbeitslosen gebe: „An diesem Thema müssen wir weiter arbeiten.“ Auch das unterdurchschnittliche Einkommensniveau zähle zu den Problemzonen der Region. Immerhin belege man den Spitzenplatz im Bildungssektor: Nirgendwo sonst seien prozentual so viele Berufsschüler registriert wie in Hannover (Platz eins), und auch bei der Menge an Hochschul-Lehr- und Forschungspersonal (Platz 7) sei die Region weit überdurchschnittlich.

Auch Glück ist wichtig

FDP-Regionspolitiker Thomas Siekermann mahnte an, die Region müsse die Bedingungen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen verbessern. Diese bräuchten Hilfestellungen etwa bei der Umstellung auf neue Technologien. Grünen-Politikerin Evrim Camuz forderte, nicht nur auf Aspekte wie das Bruttoinlandsprodukt zu schauen, um die Qualität einer Region zu messen - mindestens genauso wichtig seien weiche Faktoren wie etwa der sogenannte Glücksindikator.

Hier gibt es die Studie als pdf:

Studie 2,80 MB

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