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Aus der Stadt Wochenmärkte: Mehr als nur einkaufen
Hannover Aus der Stadt Wochenmärkte: Mehr als nur einkaufen
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19:59 13.03.2018
Der Wochenmarkt auf dem Stephansplatz. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Sind Wochenmärkte noch überlebenswichtig? Sie waren es einmal, als Supermärkte und Online-Geschäfte noch nicht existierten und als es keinen anderen Ort gab, um Fleisch, Gemüse, Mehl, aber auch Töpferwaren, Nägel oder Stoffe für den täglichen Hausgebrauch zu kaufen. Diese Zeiten sind sehr lange vorbei. Die Menschen versorgen sich heute zum größten Teil über Supermärkte und zunehmend auch den Online-Handel. Doch Märkte sind dadurch nicht obsolet geworden, im Gegenteil: Märkte sind immer noch lebenswichtig – für die Stadtteile und Dörfer, in denen sie stattfinden. 

In einer immer größer und unübersichtlicher werdenden Welt, in der es selbstverständlich ist, Waren aus allen Winkeln der Erde jederzeit bestellen oder direkt kaufen zu können, ist ein Wochenmarkt wohltuend übersichtlich. Gemüse, Fleisch oder Käse stammen aus der Region, und die Menschen, die man zwischen den Ständen beim Bummeln und Klönen trifft, stammen aus der Nachbarschaft – zumindest überwiegend. Es wird viel von Heimat geredet in diesen Tagen, und oft ist er ein leerer Begriff. Hier lässt Heimat sich erleben. Denn diesen direkten Kontakt zu seinem Dorf oder seinem Kiez, den gibt es nicht im Internet und nicht im Supermarkt – sondern nur hier. 

Will man die Gemeinschaft in den Ortsteilen stärken, ist der Impuls der Stadtverwaltung richtig, die Wochenmärkte nicht einfach sich selbst zu überlassen, sondern darauf zu achten, dass sie gut funktionieren. Das fängt mit den Plätzen selber an: Man tut niemandem einen Gefallen, wenn die Stände neben einer Straße an den Rand gedrängt werden, so dass es zu ständigen Konflikten zwischen Autofahrern und Fußgängern kommt. Auch mit dieser grundlegenden Regelung trägt man zur richtigen Idee der Stadt bei, Märkte zu Orten zu machen, an denen man sich gerne aufhält. 

Die Stadt kann dazu beitragen, dass ein Marktplatz funktioniert, die letzte Verantwortung liegt aber bei den Menschen in den Stadtteilen selber. Der Wochen- oder Bauernmarkt ist ein Angebot an sie, mit Leben füllen müssen sie es selber. Auch das gehört zum Wesen von Nachbarschaft und Heimat. Sie funktioniert nur, wenn man sie lebt, sich einbringt – und sie sich damit zu eigen macht. 

Von Heiko Randermann

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