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Neue Wohnungen auf Klagesmarkt sind heiß begehrt

Umstrittene Neubauten in der City Neue Wohnungen auf Klagesmarkt sind heiß begehrt

Wohnraum im Zentrum von Hannover ist gefragt wie selten zuvor: Für die 100 Wohnungen, die derzeit auf dem Klagesmarkt entstehen, gibt es schon eine Liste mit etwa 500 Interessenten. Jetzt muss die GBH entscheiden, wer zum Zug kommt.

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Die Hälfte ist geschafft: Am Klagesmarkt entstehen sieben Gebäude.

Quelle: Thomas

Hannover. Diese Zahl gab Geschäftsführer Karsten Klaus von der städtischen Gesellschaft für Bauen und Wohnen (GBH) beim Richtfest bekannt. „Wir werden diese Liste ab Februar nach der Reihenfolge der Anmeldungen abarbeiten“, sagte Klaus.

In die Wohnungen sollen ausdrücklich Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten einziehen. Deshalb gibt es in den sieben barrierefreien Passivhäusern auch allein 32 mit öffentlichem Geld geförderte Sozialwohnungen mit einem Quadratmeterpreis von 5,40 Euro. Um solche Preise in solcher Lage anbieten zu können, gibt es nach Ansicht des GBH-Chefs nur ein Rezept: „Bauen, bauen, bauen.“

Mit den Fortschritten auf einer der größten Baustellen im Stadtgebiet zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. Vor einem halben Jahr war mit den Arbeiten auf dem Klagesmarkt begonnen worden. „Wir liegen im Zeit- und Budgetplan“, berichtete Klaus. Das bedeutet: Das Projekt soll bis Ende des Jahres fertig sein, die Kosten sollen die veranschlagten 50 Millionen Euro nicht überschreiten. Gesucht werden dagegen noch Interessenten für Gewerbeflächen. „Was fehlt, ist ein Bäcker oder ein Café“, sagte Klaus.

Dafür entsteht unter anderem ein Büroturm, in dem das Unternehmen GBH selbst seinen Verwaltungssitz einrichten wird. Von den 100 Wohnungen wird allein der Verein „Wohnen am Klagesmarkt“ 24 mieten. Der Verein fördert das Zusammenleben verschiedener Generationen. Zudem soll es barrierefreie und für Rollstuhlfahrer geeignete Wohnungen geben, günstige Wohnungen für Singles, eine Kita sowie eine Tiefgarage mit 125 Parkplätzen.

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok bezeichnete die neuen Gebäude auf dem Klagesmarkt als „großen Schritt für die Stadtentwicklung“, der das Bild über Jahrzehnte prägen soll. Der Verwaltungschef erinnerte aber auch daran, dass dem ersten Spatenstich eine lange Diskussion und Proteste vorangegangen war. So hatten sich im Sommer 2012 Globalisierungsgegner von Attac und die Linke im Rat der Stadt zu einem „Aktionsbündnis Neuer Klagesmarkt“ zusammengeschlossen. Die Gegner des Bauvorhabens organisierten ein Protestfrühstück auf dem Platz, sammelten Unterschriften und reichten im Bebauungsplanverfahren schriftlich ihre Einwände ein.

Vergleichbaren Widerstand gibt es momentan gegen die nächsten Pläne der Stadt zur Innenstadtbebauung: Auf dem Steintorplatz sollen zwei sechsgeschossige Häuser errichtet werden. Gegner dieses Vorhabens haben eine Online-Petition namens „Keine Bebauung des Steintorplatzes ohne Bürgerentscheid!“ ins Leben gerufen. Am 17. Februar, 19 Uhr, gibt es dazu eine Podiumsdiskussion im Alten Rathaus.

Von Gerko Naumann

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