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Aus der Stadt Scheitert Wohnbebauung an Lärm?
Hannover Aus der Stadt Scheitert Wohnbebauung an Lärm?
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18:59 10.01.2017
Von Andreas Schinkel
Der Andreas-Hermes-Platz soll bebaut werden. Quelle: Thomas/Dröse
Hannover

Möglicherweise verursache der Anlieferverkehr für den Raschplatz-Pavillon sowie die Konzerte in dem Veranstaltungszentrum zu viel Lärm. Der Bau von Wohnhäusern in der Umgebung stünde damit infrage. Die Ratspolitiker einigten sich mit Bodemann darauf, dass ein externer Gutachter prüfen soll, wie hoch die Geräuschbelastung auf dem Platz wirklich ist. Bis Ostern soll das Gutachten erstellt sein.

Den geplanten Bau eines 15-stöckigen Hotels auf dem Andreas-Hermes-Platz stört die mögliche Lärmbelastung weniger. Der Standort sei planungsrechtlich als „Kerngebiet“ festgelegt, daher seien Lärmemissionen nachrangig zu betrachten, sagt ein Stadtsprecher. Das heißt im Klartext: Für das Grundstück nahe der Raschplatz-Hochstraße gelten weniger strenge Lärmschutzbestimmungen als für mögliche Wohnhäuser am anderen Ende des Platzes.

Die CDU schlägt vor, den Andreas-Hermes-Platz als „urbanes Gebiet“ zu deklarieren. Der Begriff stammt aus einer auf Bundesebene geplanten Novelle des Bauplanungsrechts. Kommunen soll die Möglichkeit gegeben werden, Wohngebiete auch dort auszuweisen, wo die Geräuschkulisse größer ist. Noch aber ist das Gesetz nicht beschlossen.

Der politische Wille, den Platz hinterm Bahnhof umzugestalten, bleibt ungebrochen, trotz der Bedenken im Bauamt. Dabei soll es nicht nur um den verwahrlosten Andreas-Hermes-Platz gehen, sondern auch um den benachbarten Weißekreuzplatz und die Friesenstraße. Auch die Pavillon-Betreiber lehnen das Vorhaben nicht grundsätzlich ab, sperren sich aber gegen eine Wohnbebauung des Andreas-Hermes-Platzes vor ihrer Tür. Die Pavillon-Macher befürchten, größere Veranstaltungen, die sie bisher auf dem Platz ausgerichtet haben, absagen zu müssen.

Vor allem CDU und FDP wollen sich von den rechtlichen Einwänden des Baudezernenten nicht aus dem Konzept bringen lassen. „Wir sollten besser an Lösungen arbeiten als immer neue Probleme suchen“, sagt CDU-Baupolitiker Felix Blaschzyk. Noch immer habe er das Ziel vor Augen, Wohnraum auf dem Andreas-Hermes-Platz zu schaffen. Nach seiner Rechnung könnten auf dem Platz etwa 80 Wohnungen in mehrstöckigen Häusern entstehen.

Auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke will sich nicht vom Weg abbringen lassen. „Herr Bodemann muss lernen, dass ein anderer Wind weht“, sagt er. Anregungen für Großprojekte kämen jetzt auch aus der Ratspolitik. Dem FDP-Mann ist zugleich wichtig, dass Entwürfe für einen neuen Andreas-Hermes-Platz mit den Bürgern besprochen werden sollten. „Und wenn die Bürger keine Bebauung wollen, dann müssen wir sie kippen“, sagt Engelke.

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