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Nur fünf von 13.319 Wohnungen nicht vermietet

Wohnungsgesellschaft GBH Nur fünf von 13.319 Wohnungen nicht vermietet

Der Mangel an Wohnraum schlägt sich auch in der Bilanz der städtischen Wohnungsgesellschaft GBH nieder. Sie verzeichnet für 2015 das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Von den 13 319 Wohnungen der GBH waren gerade einmal fünf unvermietet.

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Hier entstehen 100 Wohnungen: GBH-Projekt am Klagesmarkt.

Quelle: Thomas

Hannover . Der knappe Wohnraum in Hannover führt zu einem Rekordergebnis der städtischen Wohnungsgesellschaft GBH. Im vergangenen Jahr betrug der Überschuss 8,29 Millionen Euro bei einer Bilanzsumme von rund 712 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 7,64 von knapp 626 Millionen Euro gewesen. Für das 1927 gegründete Unternehmen ist es nach Angaben von Geschäftsführer Karsten Klaus der höchste Gewinn in der Firmengeschichte. Allein diese Zahl sagt viel über den Wohnungsmarkt aus: Bei der GBH sind derzeit von 13 319 Wohnungen genau fünf unvermietet. Das sind ungefähr 0,0075 Prozent des Bestands bei Hannovers größter Wohnungsgesellschaft – ein ungewöhnlich geringer Leerstand.

Das Unternehmen profitiert derzeit wie die gesamte Branche vom Wohnraummangel. Aber die Gesellschaft für Bauen & Wohnen Hannover investiert auch. Mit 120 Millionen Euro waren es im vergangenen Jahr fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr (75,26 Millionen Euro). Fast exakt die Hälfte (50,5 Millionen Euro) wurde in Neubau investiert, gut ein Viertel (27 Millionen Euro) in Instandhaltung und Modernisierung, knapp ein Viertel (24 Millionen Euro) in Grundstückskäufe.

Auftrag: sozialverträgliche Mieten

Die GBH hat den Auftrag, am Wohnungsmarkt für sozialverträgliche Mieten zu sorgen. Zwar stieg die Durchschnitts-Kaltmiete von 5,27 auf 5,34 Euro pro Quadratmeter, allerdings liegt sie damit weiterhin deutlich unter dem Stadtdurchschnitt (laut Mietspiegel aktuell 6,17 Euro pro Quadratmeter). Die GBH baut derzeit unter anderem 25 Wohnungen am Hohen Ufer, 140 am Südbahnhof, 100 am Klagesmarkt und 22 am Hainhölzer Markt. Dazu kommen mehrere Flüchtlingsgebäude, die langfristig dem Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden, berichtete Geschäftsführer Klaus bei der Vorlage der Bilanz. Auch bei der Mitarbeiterschaft sei das Unternehmen auf Wachstumskurs. Acht neue Kräfte seien eingestellt, damit liege die Zahl bei 167. Erstmals gibt es mehr Frauen (51,5 Prozent) als Männer im Unternehmen.

Auch das für Gewerbeimmobilien zuständige GBH-Schwesterunternehmen Union-Boden konnte seinen Erlös um 316 000 Euro auf 14,6 Millionen Euro steigern. Die Union-Boden betreibt sieben City-Parkhäuser und drei Stadtteilparkhäuser und vermietet an die Stadt 13 Kita-Gebäude und mehrere Schulen. GBH und Union-Boden bilden einen sogenannten Gleichordnungskonzern, dem Geschäftsführer Klaus vorsteht. Die Verwaltungen beider Firmen ziehen zum Jahresende in den Neubau am Klagesmarkt und sind dann auch räumlich vereint.

GBH kauft Haus am Klagesmarkt: Das Wohnungsunternehmen hat jetzt am Klagesmarkt 17 das ehemalige DKV-Gebäude gekauft. Das 1975 errichtete Büro- und Geschäftshaus am Cityring gegenüber der Christuskirche gehörte zuletzt zum Portfolio der Versicherungen Munich RE und Ergo. Die GBH will im Zuge einer Gebäuderevitalisierung einen Teil der Bürofläche in Wohnraum vor allem für Studenten umwandeln.

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