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Wohnungsmarkt für Studenten bleibt angespannt

Steigende Studentenzahlen Wohnungsmarkt für Studenten bleibt angespannt

Der Wohnungsmarkt für Studenten in Hannover ist angespannt und die Lage könnte sich verschlechtern, wenn nicht politisch gegengesteuert wird. Dies ist das Fazit einer Studie des Moses Mendelssohn Instituts in Berlin, das die Marktlage in allen 91 Universitätsstädten mit mehr als 5000 Studenten verglichen hat.

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Mehr davon: Anfang September wurde in der Nordstadt mit dem Bau eines Studentenwohnheims begonnen.

Quelle: Eberstein

Hannover. Hannover gehört dabei nicht zur Gruppe der 19 Städte mit besonders kritischer Lage, bewegt sich aber mit Platz 36 im oberen Mittelfeld. Negative Spitzenreiter sind München, Frankfurt am Main, Köln und Hamburg. In München kostet ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft im Durchschnitt satte 560 Euro im Monat.

Im Vergleich dazu muten die Preise für ein WG-Zimmer in Hannover noch moderat an, sind aber zum aktuellen Semesterstart von 295 Euro im Monat auf durchschnittlich 315 Euro gestiegen. Auch bundesweit haben sich die Mieten um rund 20 Euro verteuert. Studenten zahlen im Schnitt in einer WG aktuell 349 Euro, allerdings variiert der Mietmarkt in den verschiedenen Unistädten erheblich.

Im Vergleich zum Herbst 2015 hat sich die Wohnsituation für Studenten in 52 der 91 untersuchten Hochschulstandorte verschlechtert. In Hannover hat sich die Lage in Bezug zum Vorjahr laut Ranking leicht verbessert und konnte vom 28. auf den entspannteren 36. Platz wandern – allerdings liegt das offenbar vor allem an der besonders negativen Entwicklung in anderen Städten.

Die Wissenschaftler haben eine Art Punktesystem für einen angespannten Wohnungsmarkt entwickelt. Das Negativ-Beispiel München erreicht dabei 79 von 100 Punkten. Hannover bekommt 40 Punkte, etwas besser als im Vorjahr mit 42 Punkten, aber schlechter als 2013 und 2014, als die Stadt im „Anspannungs-Index“ auf 37 Punkte kam.

Als besonderen Negativfaktor streichen die Verfasser der Studie die geringe Zahl von Wohnheimplätzen in Hannover heraus. Nur 6,5 Prozent der hiesigen Studenten kommen in einem Wohnheim unter. Deshalb müssen sie sich überdurchschnittlich stark auf dem freien Wohnungsmarkt umschauen. Bundesweit standen im Wintersemester 2014/15 für 9,9 Prozent der Studenten Zimmer im Wohnheim zur Verfügung. In Hannover ist die Quote seit dem Wintersemester 2013/14 sogar gesunken. Damals lag sie noch bei 7 Prozent.

Die Zahl der Studenten ist in Hannover in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. „Studenten haben genaue Vorstellungen von ihrem Lebensumfeld“, berichtet Stefan Brauckmann, Direktor des Moses Mendelssohn Instituts. Trotz eines begrenzten Budgets ziehen sie nicht automatisch in günstige Quartiere. Für ein gutes Angebot an Kneipen und Kultur sind sie bereit, bei Ausstattung oder Größe der Wohnung Kompromisse einzugehen.

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