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Wollten Einbrecher Muji-Shop in Brand stecken?

Prozess am Landgericht Wollten Einbrecher Muji-Shop in Brand stecken?

Tölpelhafter Einbruchsversuch: Ende April überfielen nach Ladenschluss zwei leicht angetrunkene junge Männer den Muji-Shop in der Große Packhofstraße. Nun stehen sie wegen Einbruchdiebstahls und Brandstiftung vor Gericht. Hatten sie versucht, den Laden anzuzünden? Das muss das Gericht jetzt klären.

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Im April hatten zwei Jugendliche den Laden in der Große Packhofstraße überfallen. 

Quelle: Frank Wilde/Archiv

Hannover. Wollten zwei Männer Ende April ein Geschäft in der hannoverschen City anzünden, um die Spuren ihres Einbruchs zu verwischen und die Flucht zu erleichtern? Oder war das Feuer im Muji-Shop an der Großen Packhofstraße nur Folge eines fahrlässigen Umgangs mit Spraydose und Feuerzeug? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit Mittwoch die Jugendkammer 1 des Landgerichts. Auf der Anklagebank sitzen zwei Männer aus Litauen. Bei ihrem tölpelhaften Auftritt in einer Samstagnacht richteten sie erhebliche Schäden an. Nun müssen sie sich auf mehr oder weniger lange Haftstrafen einstellen.

Arturas G. (24) und Martynas P. (19) sind wegen Einbruchdiebstahls und Brandstiftung angeklagt. Das Eindringen in den Muji-Shop, der Dinge für den täglichen Bedarf anbietet, räumten sie ein, ebenso wie den Einbruchsversuch in einem nahen Telefonladen. In leicht angetrunkenem Zustand hatten sie sich gegen die Türen geworfen, hatten zumindest eine Glastür mit Ach und Krach eingedrückt. Im Muji-Laden stopften sie einen Rucksack mit Uhren voll, auch CD-Player sackten sie ein. Als die Polizei anrückte, von einer Alarmanlage verständigt, versuchten die Täter, sich in einem Lagerraum zu verstecken. Die Beamten bahnten sich ihren Weg durch einen verqualmten Gang, entdeckten die Männer hinter Kartons. Doch erst als ein Polizeihund zweimal zuschnappte und die Einbrecher an Arm und Hand verletzte, ließen sie sich festnehmen.

Der 19-Jährige sagte am Mittwoch aus, er sei aus Litauen per Kleinbus angereist, um zu arbeiten - drei Wochen Dämmplatten montieren, für 3000 Euro. Das habe sich aber zerschlagen. Die Aussage des 24-Jährigen wirkte wahrhaftiger: Er sei mit seinem Kumpel nach Hannover gefahren, „um zu klauen“. Entscheidend für sein Strafmaß wird sein, ob ihm das Gericht unter Vorsitz von Christian Engelking abnimmt, dass der Brand, der mit einem Feuerlöscher erstickt werden konnte, ein Unfall war. Arturas G. behauptet, er habe einen Hub aus einer Spraydose entflammt, um im Dunkeln besser sehen zu können. Dabei habe er versehentlich einen Stapel mit Papiertüchern angesteckt. Der Staatsanwalt äußerte erhebliche Zweifel an dieser Version, verschloss sich auch den Bemühungen der Kammer sowie der Verteidiger Marco Burkhardt und Oliver Langer, Verständigungsgespräche zu führen - weil er an absichtliche Brandstiftung glaubt.

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