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Aus der Stadt Wrestler kämpfen auf dem Schützenplatz
Hannover Aus der Stadt Wrestler kämpfen auf dem Schützenplatz
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13:30 13.10.2017
Sorgen wieder für Show: Die Wrestler auf dem Schützenplatz. Quelle: Dröse
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Hannover

„Das einzige, was du besiegen kannst, ist ein kleines Reh“, sagte einst ein Konkurrent zu Chris Raaber, als dieser im Alter von 15 Jahren seine Wrestling-Karriere begann. Der Österreicher nahm es mit Humor und tritt seitdem unter dem Ringnamen The Bambikiller an. Inzwischen sind 20 Jahre vergangen und „The Bambikiller“ ist eine etablierte Westling-Größe mit vielen Titeln und Erfolgen. In 38 Ländern stand er schon im Ring. Die Prophezeiung seines Konkurrenten hat sich also nicht bewahrheitet.

Sonnabend wird Raaber seinen Titel als amtierender P.O.W. Heavyweight Champion auf dem Schützenplatz in Hannover verteidigen. Die Stadt hat eine ganz besondere Bedeutung für ihn, denn dort absolvierte er 1998 seinen ersten Turnier-Kampf. Nun ist er wieder da. Als Highlight des Abends trifft der 1,92 Meter große Hüne, der ein stattliches Kampfgewicht von immerhin 114 Kilogramm auf die Waage bringt, auf seinen Herausforderer. „Wer das sein wird, steht noch nicht fest“, sagt Torsten Gadegast, Sprecher des Veranstalters. Dies entscheide sich erst am Freitagabend im Ausscheidungsmatch zwischen dem Spanier Apolo und dem Amerikaner Headshrinker Alofa. Nun ist es eigentlich ein offenes Geheimnis, dass die Gewinner im Wrestling schon vor dem Kampf feststehen, aber für die Fans muss die Spannung aufrecht erhalten werden.

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Sie nennen sich Chris "The Bambikiller" Raaber, Demolition Davies, der „Obermacker“ oder Crazy Sexy Mike. Und wenn die durchtrainierten Männer in den Ring steigen, ist nicht nur Kampf, sondern vor allem Unterhaltung angesagt.

Höhepunkt am Freitag ist das Match zwischen Douglas Williams, Michael Kovac und Demolition Davies, das nicht wie gewohnt im Ring, sondern in einem massiven Stahlkäfig stattfinden wird. „Der Käfig kommt bundesweit zum ersten Mal zum Einsatz“, erklärt Jörg Vespermann, Präsident vom Veranstalter Power of Wrestling. Man habe sich zu diesem Schritt entschieden, weil Demolition Davies den Ring bei einem Match in Bremen mit seinen 184 Kilogramm kürzlich zum Einsturz gebracht habe. Da Davies außerdem dafür bekannt sei, sich bei Kämpfen des öfteren außerhalb des Ringes aufzuhalten, sei ein verschließbare Stahlkäfig die ideale Lösung: „Er wird erst dann wieder aufgeschlossen, wenn der Gewinner feststeht.“

Eine weitere Neuerung ist die Titelvergabe der P.O.W.-Womans-Championchip am Sonnabend, bei der The Croation Panther Wesna gegen die Gewinnerin des am Freitag ausgetragenen Ausscheidungsmatches (Shanna vs. Kadettin Kati) um den pinken Gürtel kämpfen wird. „Das ist unser erstes reines Damenmatch“, sagt Torsten Gadegast.

Insgesamt werden etwa 20 Wrestler über beide Tage verteilt auf dem Schüzenplatz zu sehen sein. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgt der ehemalige DSDS-Finalisten Mike Leon Grosch am Sonnabend.

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Zig internationale Wrestler haben sich in der Vergangenheit in Hannover gemessen.

Wer noch keine Karten hat, sollte sich beeilen, denn die Veranstaltungen sind sehr beliebt. Es sind nur noch Tickets in der 2. Preiskategorie verfügbar. Restliche Karten – sofern es welche gibt – werden dann noch an der Abendkasse verkauft.

Einlass ist an beiden Tagen um 18.30 Uhr, Veranstaltungsbeginn um 20 Uhr. Die Shows dauern jeweils etwa drei Stunden und können von Jugendlichen ab 14 Jahren in Begleitung eines Erziehungsberechtigten besucht werden. Ab 16 Jahren ist der Zutritt ohne Einschränkung möglich.

Darüber hinaus gibt es am Sonnabend um 16.30 Uhr ein Meet & Greet mit den Wrestling-Stars. „Die Fans erhalten die Gelegenheit, Selfies mit den Wrestlern zu machen und es gibt witzige Interviews mit dem ein oder anderen Scharmützel“, verspricht Gadegast. Karten für diese Veranstaltung kosten 20 Euro und sind vor Ort auf dem Schützenplatz erhältlich.

Von Marica Tomiak

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