Nein, man darf Yvonne Catterfeld (30) dieser Tage auf gar keinen Fall im Regen stehen lassen. Sonst kräuseln sich die blonden Haare so unschön, die Frisur ist zerstört und die Maskenbildnerin muss wieder einmal ran. Das nervt, nicht nur die Maskenbildnerin, sondern auch Catterfeld selbst, die sich das natürlich nie anmerken lassen würde, eilt ihr doch der Ruf voraus, immer gut gelaunt zu sein.
Das ist auch an diesem matschig-grauen Nachmittag im hannoverschen Zoo der Fall, wo die 30-Jährige gemeinsam mit ihrem Schauspielkollegen Rene Ifrah (37) und dem Team um Regisseur Edzard Onnecken (44) für den SAT.1-Film mit dem Arbeitstitel „Die Frau des Schläfers“ auf der Eisbahn des Winterzoos dreht. Warum dort? „Wir waren auf der Suche nach einem Ort, an dem man einen romantischen Abend zu zweit ohne Kind verbringen kann“, erklärt der Regisseur. So sei man auf die Eisbahn zwischen Meiers Hof und dem Schweinestall gekommen, auf der sich an diesem verregneten Spätnachmittag allerdings keine verliebten Paare auf Schlittschuhen zum Tanz treffen.
Doch sei es drum: So lange ein Schirm in der Nähe ist, verliert keiner der Schauspieler an diesem Nachmittag die gute Laune – auch wenn es erst gegen 16 Uhr Mittagessen gibt und es wieder ein langer Drehtag werden wird. „Wir haben gestern bis ein Uhr nachts gedreht, heute wird es wieder so lange“, sagt Onnecken. Dementsprechend spät beginnt der Tag für die Crew. Auf dem Goetheplatz, in Privatwohnungen und vor einer großen Passage in der Innenstadt habe man schon gedreht. „Man wird Hannover auf alle Fälle im Film wiedererkennen“, verspricht der Regisseur. Seine Hauptdarstellerin hatte bislang „aber noch gar keine Zeit“ sich die Stadt anzusehen. „Ich war einmal vor drei Jahren hier“, erklärt Catterfeld, „Damals habe ich im Peppermintpark bei Mousse T. im Studio gearbeitet.“ Und da habe sie sich auch etwas angeguckt. Der Zoo sei damals nicht dabei gewesen.
Der Regen prasselt auf die Eisfläche. Verschwommen spiegeln sich die Lichter im Wasser. „Die Perücke sitzt echt gut“, ist Catterfeld zu hören und schaut in die Kameras von Fernsehsendern, die vom Dreh berichten. Ihr perfekt geschminktes, ebenmäßiges Gesicht ist gebräunt. Als Frau des Schläfers trägt sie an diesem Nachmittag einen grauen Parka, der hervorragend zum Wetter, aber keinesfalls zu ihrem „Roten-Teppich-Lächeln“ passen will. Aber vielleicht ist genau das die Kunst: Nicht nur gut auszusehen, auch gute Laune zu verbreiten – selbst wenn sich die Haare der Perücke langsam aber sicher nach oben kräuseln.
Von Heike Schmidt
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