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Zahl der Diebstähle an Bahnhöfen steigt

Warnung vor Taschendieben Zahl der Diebstähle an Bahnhöfen steigt

Immer häufiger werden Reisende Opfer von Gepäckdieben. Vor allem an großen Bahnhöfen wie in Hannover greifen Kriminelle immer öfter in fremde Handtaschen oder schnappen sich Gepäckstücke von Bahnkunden. Das zeigt eine Statistik der Bahnpolizei Hannover.

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Die Zahl der Diebstähle in Bahnhöfen hat im Norden deutlich zugenommen.

Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Im ersten Halbjahr verzeichnete die Bahnpolizei Hannover in Niedersachsen, Bremen und Hamburg bereits 3507 Diebstähle. Das sind 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Neben den Großstädten Hamburg und Bremen war auch Hannover als wichtiger Knotenpunkt des deutschen Zugverkehrs stark betroffen. Bei der Deutschen Bahn ist man sich des Problems offenbar bewusst. In der Prävention arbeite man eng mit der Bundespolizei zusammen, sagt ein Bahnsprecher und verweist auf die Präventionskampagne „Achten Sie auf Ihre Wertsachen“, die das Unternehmen im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Bundespolizei gestartet hat. In den Jahren zuvor war die Zahl der Diebstähle bundesweit immer stärker gestiegen, zuletzt von 135 617 (2013) auf 157 069 (2014).

Auch in Niedersachsen und Bremen setzt sich dieser Trend durch. In den ersten fünf Monaten des Jahres registrierten die Bahnpolizisten schon 1370 Diebstähle und damit 50 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zum Vergleich: 2014 lag die Gesamtzahl der Diebstähle bei knapp 2000. Im gesamten Zuständigkeitsbereich der Direktion, zu der auch Hamburg gehört, lag die Zahl der Delikte 2014 bei knapp 6000 - 2013 waren es noch gut 800 weniger. Die Schadenssumme übersprang dabei die Schwelle von einer Million Euro.

Jedoch liegt die Aufklärungsquote der niedersächsischen Ermittler über dem bundesweiten Durchschnitt. Während im gesamten Bundesgebiet lediglich jeder 17. Fall (5,9 Prozent) aufgeklärt wird, fanden die Ermittler in Niedersachsen und Bremen bei 9 Prozent der Taschendiebstähle einen Täter.

Laut Britta Heuberger von der Bundespolizeidirektion Hannover fassen die Beamten dabei neben Deutschen auch viele Tatverdächtige aus Süd- und Südosteuropa und aus nordafrikanischen Ländern. Oftmals gingen diese bei ihren Straftaten arbeitsteilig in Gruppen vor. Zum Repertoire der Täter gehören meist Ablenkungstricks, die das Opfer irritieren sollen, damit ein Komplize das Durcheinander ausnutzen kann.

Die Tipps der Polizei: Geld, Kreditkarten, Papiere und andere Wertsachen sind immer eng am Körper, am besten in verschlossenen Innentaschen zu tragen. Hand- und Umhängetaschen sollten immer mit dem Verschluss zum Körper und vor dem Bauch getragen werden. Zudem sollte die Geheimnummer für eine EC-Karte niemals gemeinsam mit der Geldkarte aufbewahrt werden. Kommt trotz dieser Tipps ein Gepäckstück abhanden, sollen sich die Opfer schnellstmöglich bei der Polizei melden.

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